Deut(sch)lich – Deutsch lernen macht Spaß!

Das Blog des Sprachzentrums TANDEM Göttingen

Wer sind Erika Mustermann und Otto Normalverbraucher?

Geschrieben von hilkoimsprachzentrum - 30. Mai 2012

Kennt Ihr Otto Normalverbraucher und Erika Mustermann? Das sind zwei sehr bekannte Deutsche, obwohl es sie gar nicht gibt.

Otto Normalverbraucher ist der Name für den durchschnittlichen, “normalen” Deutschen. Otto Normalverbraucher isst Würste statt Kaviar, fährt einen Golf und keinen Ferrari und fliegt im Urlaub für zwei Wochen nach Mallorca oder Antalya anstatt in den Himalaya. Oft spricht man davon, dass eine Idee oder ein Produkt nicht für Otto Normalverbraucher geeignet sei, und will damit zeigen, dass die Idee oder das Produkt etwas Besonderes, Exklusives ist.

Das war die erste Erika Mustermann

Eine völlig andere Rolle spielt Erika Mustermann. Sie ist eine Frau mit fiktiven Daten, die verwendet wird, wenn man zum Beispiel zeigen will, wie man ein Formular ausfüllen muss. Am bekanntesten ist sie als Beispielperson für den Personalausweis. Natürlich gibt es dafür auch ein Foto. Wer die Person auf dem Foto ist, ist normalerweise geheim – aber als eine Zeitung herausgefunden hatte, wer auf dem Foto zu sehen war, bekam “Erika Mustermann” Fanpost und sogar Heiratsanträge. Wer mehr wissen will, kann das hier nachlesen.

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Ein Deutschlernspiel wird berühmt

Geschrieben von hilkoimsprachzentrum - 24. Mai 2012

Bild: Schmidt Spiele

Vor ein paar Jahren haben wir hier im Blog erklärt, was eine Eselsbrücke ist. Am Montag wurde bekanntgegeben, dass das Spiel Eselsbrücke für das Spiel des Jahres nominiert wurde. Das ist so etwas wie eine Oscar-Nominierung, aber nicht für Filme, sondern für Spiele. In Deutschland ist es absolut normal für Erwachsene, Brettspiele und Kartenspiele zu spielen. Spiele sind auch beliebte Weihnachtsgeschenke innerhalb der Familien, sie werden dann an den Tagen nach Weihnachten ausprobiert. Besonders häufig wird dabei das Spiel des Jahresverschenkt. Also ist es auf der einen Seite ein Millionengeschäft, auf der anderen Seite eine Anerkennung für richtig gute Spiele.

Eselsbrücke ist ein Spiel, das nicht nur Spaß macht, sondern mit dem man auch besonders gut seine Sprachkenntnisse verbessern kann. Darum benutzen wir es bei TANDEM Göttingen auch gern im Unterricht.
In dem Spiel bekommt man kleine Karten mit jeweils einem Wort darauf. Dann muss man eine kleine Geschichte erzählen, in der diese Wörter vorkommen. Nachdem viele Geschichten erzählt wurden, muss man sich plötzlich wieder an die Wörter erinnern: Man bekommt eine der Karten und muss ein anderes Wort sagen, das in der gleichen Geschichte vorkam. Wenn die Geschichte interessant erzählt wurde, geht das ziemlich gut! Eselsbrücken sind eben eine effektive Lernmethode. Wer sich an ein Wort erinnern kann, bekommt die Karte und legt sie auf einen Stapel. Wer sich falsch oder gar nicht erinnert, muss wieder Karten abgeben. Wer am Ende den höchsten Stapel hat, gewinnt. Aber das Gewinnen ist hier nicht das Wichtigste, sondern die lustigen Geschichten und natürlich, dass man viele neue Wörter lernt. Auch die Bilder zu den Wörtern sind klasse.

Eselsbrücke stammt von den Autoren Stefan Dorra und Ralf zur Linde und ist im Verlag Schmidt Spiele erschienen. Eine echte Empfehlung für den Deutschunterricht!

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Zu wenig Tore und zu viele Toren!

Geschrieben von hilkoimsprachzentrum - 21. Mai 2012

Letzten Samstag hat Bayern München im Champions-League-Finale ein Tor gefehlt. So etwas kann passieren, besonders beim Fußball. Toren dagegen gibt es eigentlich immer genügend, denn das bedeutet etwas ganz anderes.

Das Tor ist eine große Tür, oft mit zwei Flügeln, oder auch eine halbhohe Tür, zum Beispiel zwischen Garten und Straße. Im Sport (nicht nur beim Fußball, sondern auch beim Handball, Hockey und anderen Sportarten) ist es das Ziel, in das der Ball hinein muss. Hier ist der Plural die Tore.

Der Tor dagegen ist ein Mensch, der nichts weiß und sich dumm verhält. Dazu gehören auch noch die Worte die Torheit (eine dumme Handlung) und töricht (das heißt dumm, unvernünftig). Besonders bekannt ist eine Stelle aus Goethes Faust:

“Habe nun, ach! Philosophie,
Juristerey und Medicin,
Und leider auch Theologie!
Durchaus studirt, mit heißem Bemühn.
Da steh’ ich nun, ich armer Thor!
Und bin so klug als wie zuvor (…)”

Faust beklagt sich hier hat also darüber, dass er jahrelang studiert, aber dabei nichts erreicht hat; er findet sich immer noch dumm.
Hier ist der Plural die Toren.

In Goethes alter Rechtschreibung heißt es noch Thor. Auch dieses Wort kann Euch heute noch hier und da begegnen, aber wiederum mit einer anderen Bedeutung. Thor (oder auch Donar) war ein germanischer Gott, der zum Beispiel für das Wetter (und damit auch den Donner) zuständig war. Von seinem Namen ist der Wochentag Donnerstag (und auch thursday im Englischen) abgeleitet.
Für Thor gibt es natürlich keinen Plural!

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Scherzfragen

Geschrieben von isabellimsprachzentrum - 17. Mai 2012

  1. Was geht von Hannover nach Berlin und bewegt sich nicht?
  2. Was zeigt jedem ein anderes Gesicht, hat selbst aber keins?
  3. Was hat zwei Beine und kann nicht laufen?
  4. Was läuft viel und hat weder Füße noch Beine?
  5. Was hört ohne Ohren, spricht ohne Mund und antwortet in allen Sprachen?
  6. Was schmeckt besser als ein Stück Schokolade?
  7. Was hat man immer bei sich, verliert es aber doch manchmal?
  8. Was läuft und läuft und bleibt trotzdem am selben Ort?
  9. Welcher Spiegel ist unzerbrechlich?
  10. Was hat Augen und kann doch nichts sehen?
  11. Wo kommt der Donnerstag vor dem Mittwoch?

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Die Abstimmung hat begonnen!

Geschrieben von hilkoimsprachzentrum - 16. Mai 2012

Wie wir neulich schon geschrieben haben, ist Deut(sch)lich wieder zur Abstimmung als eines der besten Sprachlernblogs nominiert worden. Seit gestern läuft die Abstimmungsphase. Wenn Ihr uns unterstützen wollt, könnt Ihr einfach auf diesen Knopf klicken:

Vote the Top 100 Language Learning Blogs 2012

Der Klick bringt Euch auf eine Seite, auf der Ihr eine lange Liste von Blogs seht. Dort müsst Ihr Deut(sch)lich heraussuchen, anklicken und unten denn Eure Stimme abgeben.

Vielen Dank! Das Ergebnis der Wahl wird am 31. Mai bekannt gegeben. Wir sind gespannt!

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Wenn – dann

Geschrieben von isabellimsprachzentrum - 16. Mai 2012

Wenn du einen Text nicht verstehst, nimm ein Wörterbuch! Wenn du eine Prüfung machen musst, übe fleißig! Wenn du Bedingungssätze und den Imperativ üben möchtest, lies weiter! Mach die kleine Übung, wenn du Lust hast!

Wie passen die Satzhälften zusammen?

  1. Wenn du frierst,…
  2. Wenn du Hunger hast,…
  3. Wenn du müde bist,…
  4. Wenn du krank bist,…
  5. Wenn du Zeit hast,…
  6. Wenn du Lust hast,…
  7. Wenn du willst,…
  8. Wenn du kannst,…
  9. Wenn du einkaufen gehst, …
  10. Wenn du nach Deutschland fährst, …

(…iss etwas! ; …leg dich ins Bett! ; …schau dir Berlin an! ; … zieh eine Jacke an! ; … geh zum Arzt! ; … bring ein Brot mit! ; … frag jemanden! ; … ruf mich doch an! ; … komm doch einfach mit! ; …schreib mir eine Postkarte!)

 

Methodischer Hinweis für Lehrer: Schreibt man die einzelnen Satzabschnitte auf Zettel oder kleine Karteikarten, können die Teilnehmer (als Paarübung oder auch in Kleingruppen) die zusammengehörenden Sätze auf den Tisch legen (zuordnen). Auf ein großes Blatt schreibt man “wenn” , auf ein anderes “Imperativ”, die Satzhälften kommen dann jeweils auf das richtige Blatt.

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Der richtige Satz

Geschrieben von isabellimsprachzentrum - 15. Mai 2012

Teste doch mal wieder dein Deutsch!

Kannst du diese 10 Sätze richtig beenden?

  1. Der Tag vor heute war gestern, und der Tag nach morgen heißt… (vorgestern, nachgestern, nachmorgen, übermorgen).
  2. Kann ich bitte noch einen Kaffee bekommen? – Nein, tut mir Leid, wir haben …(nicht noch eine, keine mehr, keins, keinen mehr).
  3. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Ich wünsche dir … (alles gut, alle gute, allen Gutes, alles Gute)
  4. Auf seinen Bus musste er lange warten, er stand zwei Stunden an der …. (Bushalt, Busstop, Bussstand, Bushaltestelle)
  5. Sollen wir Ihnen das Formular zuschicken? – Ja, ich bitte… (Sie dafür, Sie das, Ihnen darum, Sie darum).
  6. Ich kann noch nicht schreiben, ich muss erst meinen Bleistift… (kürzen, schneiden, schärfen, spitzen).
  7. Dieser Film dauerte mir einfach zu lang! Es war auch langweilig, im Kino zu sitzen, 3… (Zeit, Uhr, Uhren, Stunden)
  8. Oh, es gibt keinen Strom. Wir müssen eine Kerze … (anstellen, einschalten, brennen, anzünden).
  9. Wir möchten essen. Bitte bringen Sie uns die … (Menü, Essensmarke, Angebot, Speisekarte).
  10. Heute hatten wir sieben Stunden Unterricht. Und es gab so viele …. (Information, Test, Arbeit,  Hausaufgaben)

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Erinnerst du dich?

Geschrieben von isabellimsprachzentrum - 14. Mai 2012

Erinnerst du dich an die reflexiven Verben? Es gibt in der deutschen Sprache (auch in der englischen, der russischen,  der spanischen Sprache) Verben, die immer reflexiv sind. Bei den reflexiven Verben bezieht sich das Pronomen immer auf das Subjekt des Satzes. Also:

Ich  habe mich über dein Geschenk sehr gefreut.   (sich freuen)

Hast du dich darüber geärgert? (sich ärgern)

Er streitet sich immer mit seiner kleinen Schwester. (sich streiten)

Sie interessiert sich für das Spielzeug ihres Bruders. (sich interessieren)

Doch es eignet sich nicht für Mädchen. (sich eignen)

Wir beschäftigen uns heute mit Grammatik. (sich beschäftigen)

Ihr müsst euch jetzt beeilen! (sich beeilen)

Die Journalisten mussten sich beeilen, um pünktlich zur Pressekonferenz zu erscheinen. Sie interessierten sich sehr für die Antworten des Politikers, der sich in den vergangenen Tagen mit den aktuellen Ereignissen beschäftigt hat. Doch der Politiker räusperte sich erst jedes Mal, bevor er sich äußerte. Alle Anwesenden ärgerten sich über die nichtssagenden Antworten und beschwerten sich laut bei ihren Kollegen. Die meisten entschieden sich, einfach zu gehen und sich woanders zu informieren.

Schreibe je einen Satz mit diesen reflexiven Verben!

-           sich aufregen  (Worüber regst du dich auf?)

-          sich ereignen  (Hat sich in deiner Stadt etwas Besonderes ereignet?)

-          sich bewerben (Musst du dich um einen Studienplatz bewerben?)

-          sich bedanken  (Wie bedankst du dich, wenn du ein Geschenk bekommst?)

-          sich entschuldigen (Wofür muss man sich entschuldigen?

-          sich erkundigen (Hast du dich erkundigt, wie viel die Lebensmittel in Deutschland kosten?)

-          sich erholen (Wie erholst du dich in den Ferien?)

-          sich ernähren (Wie sollte man sich gesund ernähren)

Wir interessieren uns sehr für deine Antworten!

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Händel – Festspiele in Göttingen

Geschrieben von isabellimsprachzentrum - 14. Mai 2012

Vom 17. – 28. Mai 2012 finden in Göttingen wieder die Internationalen Händel- Festspiele statt. Gäste aus aller Welt werden sich die Konzerte, Vorträge, Aufführungen, Lesungen und viele andere Aktionen ansehen. Es gibt auch ein extra Kinder – und Jugendprogramm. Das genaue Programm kann man sich hier anschauen: Internationale Händel – Festspiele Göttingen .

Als PDF gibt es unter diesem Artikel einen Text über Georg Friedrich Händel und auch ein Arbeitsblatt zum Textverständnis.

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Wieder nominiert: Top 100 Language Lovers 2012

Geschrieben von hilkoimsprachzentrum - 7. Mai 2012

Heute haben wir die Nachricht erhalten, dass Deut(sch)lich wieder zur Auswahl steht, zu einem der besten Sprachlernblogs gewählt zu werden. Das freut uns natürlich sehr! Die Nominierungsphase läuft noch bis diesen Sonntag. Vom 15. bis zum 28. Mai dürft Ihr dann abstimmen, welche Blogs Eure Favoriten sind.

Zwar schreiben wir nicht mehr ganz so fleißig wie 2010, als wir als bestes deutschsprachiges Sprachlernblog auf den sechsten Platz in der Gesamtliste gekommen sind, aber wir freuen uns immer noch, Euch gelegentlich Interessantes servieren zu können. Wenn Ihr Wünsche habt, über welches Thema wir öfter etwas schreiben sollten, dann sagt uns das gerne und wir versuchen, das so gut es geht zu berücksichtigen. Bei dieser Gelegenheit möchten wir Euch überhaupt mal für Eure Kommentare und Beiträge danken!

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