Deut(sch)lich – Deutsch lernen macht Spaß!

Das Blog des Sprachzentrums TANDEM Göttingen

Altes und neues Deutsch

Posted by hilkoimsprachzentrum - 11. November 2014

Jede Sprache verändert sich, jeden Tag. Neue Wörter kommen und gehen, die Aussprache wandelt sich, und auch die Grammatik bleibt nicht in alle Ewigkeit die gleiche. Das ist ein ganz normaler Prozess, aber manchmal führt er auch zu Missverständnissen (denn manchmal ändern zum Beispiel Worte auch ihre Bedeutung).

Der Spiegel, ein deutsches Nachrichtenmagazin, hat auf seiner Internetseite zwei kleine Quizspiele veröffentlicht, bei denen man tesetn kann, ob man altes Deutsch und Jugendsprache verstehen kann. Viel Spaß!

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Die deutsche Sprache in Europa

Posted by hilkoimsprachzentrum - 5. November 2014

Heute habe ich in der Wikipedia eine interessante Karte gefunden. Sie zeigt, wie groß der Anteil der Bevölkerung mit Deutschkenntnissen in den meisten europäischen Ländern ist (für einige Länder gibt es leider keine Daten). Und einige dieser Informationen haben mich ziemlich überrascht, zum Beispiel die, dass mehr als die Hälfte der Slowenen Deutschkenntnisse hat. Natürlich gibt die Grafik keine Auskunft darüber, wie gut die Sprachkenntnisse sind, aber dennoch ist das eine beeindruckende Zahl. Bei den Niederländern und Dänen überrascht es vielleicht etwas weniger, weil ihre eigenen Sprachen dem Deutschen ähnlicher sind.

Hier ist die Karte:

1024px-Knowledge_of_German_EU_map.svg

(http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/87/Knowledge_of_German_EU_map.svg)

Wie sieht es in Euren Ländern aus (sofern sie nicht auf der Karte vertreten sind)? Wie viele Leute lernen oder sprechen dort Deutsch?

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Wo begegnet man einem Tollpatsch?

Posted by nadine1imsprachzentrum - 22. Oktober 2014

„Ich bin ein richtiger Tollpatsch: Am Montag habe ich ein Glas fallen lassen, gestern bin ich gestolpert und heute bin ich gegen die Tür gelaufen.“

TollpatschWer kennt das nicht? Ein bisschen Tollpatsch steckt doch in jedem von uns. Mal läuft man gegen die Tür, mal fällt etwas aus der Hand und noch vieles mehr. Tollpatsch ist der Name für eine ungeschickte Person. Doch woher stammt der Begriff Tollpatsch eigentlich?
Seinen Ursprung hat er im ungarischen Wort „talpas“, das breiter Fuß bedeutet. Früher hat man ungarische Fußsoldaten scherzhaft mit diesem Begriff bezeichnet. Die beiden deutschen Wörter „toll“ und „patschen“ klingen so ähnlich wie das ungarische Wort „talpas“. Toll kann unter anderem dumm oder verrückt bedeuten. Patschen meint ein klatschendes Geräusch. Durch diese Ähnlichkeit kam der Begriff zu der heutigen Bedeutung.
Im Jahr 2008 erhielt das Wort „Tollpatsch“ sogar den 1. Platz im Wettbewerb des Goethe-Instituts „Das beste eingewanderte Wort”.

Bist du auch ein Tollpatsch? Was ist dir schon passiert?

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Wer macht eine Katzenwäsche?

Posted by nadine1imsprachzentrum - 15. Oktober 2014

„Mama, ich bin fertig.“
„Hast du dich auch gewaschen?“
„Natürlich.“
„Lass mal sehen. Ich denke, du hast nur eine Katzenwäsche gemacht. Deine Finger sind noch ganz schmutzig.“

Jeder kennt das. Man hat nichkatzet viel Zeit und spritzt sich nur ein paar Tropfen Wasser ins Gesicht, fertig ist die morgendliche Wäsche. Oft wird dieses schnelle Waschen als Katzenwäsche bezeichnet.

Aber woher kommt der Begriff Katzenwäsche?

Katzen lecken sich am ganzen Körper sauber. Das passiert oft sogar mehrmals am Tag. Sie sind eigentlich sehr saubere Tiere.

Doch warum dann diese Verbindung einer schnellen Wäsche mit dem Begriff Katzenwäsche?

Wenn wir uns waschen möchten, brauchen wir Wasser. Katzen und Wasser sind dagegen keine guten Freunde. Katzen halten ihre Pfote nur kurz ins Wasser und ziehen sie dann schnell wieder zurück. Wenn wir uns also nur sehr schnell und flüchtig waschen, verhalten wir uns wie Katzen. Daher stammt der Begriff Katzenwäsche.

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Wer ist der Hellste?

Posted by hilkoimsprachzentrum - 9. Oktober 2014

“Hell” bedeutet im Deutschen eigentlich “mit viel Licht”. Es gibt aber auch einen speziellen Ausdruck: Wenn jemand “nicht der Hellste ist”, dann heißt das, dass er nicht besonders intelligent ist.

Ein Göttinger, der dagegen sicherlich zu den Hellsten gehört, hat gestern den Nobelpreis für Chemie bekommen: Herzlichen Glückwunsch, Stefan Hell!

Hell gehört damit zu den weit über 40 Nobelpreisträgern, die eine Verbindung zu Göttingen haben oder hatten.

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Konsonantensalat

Posted by hilkoimsprachzentrum - 1. Oktober 2014

In deutschen Worten gibt es manchmal viele Konsonanten hintereinander, wie zum Beispiel im Wort zukunftsträchtig. Deutsche können diese Wörter normalerweise einigermaßen problemlos aussprechen, aber für viele Deutschlernerinnen und Deutschlerner sind es eher Zungenbrecher. Wir haben für Euch ein kleines Arbeitsblatt mit solchen Wörtern zusammengestellt.

Konsonantensalat

 

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Wie schnell wächst eigentlich ein Affenzahn?

Posted by nadine1imsprachzentrum - 23. September 2014

„Schau mal, da vorne. Der blaue Golf fährt mit einem Affenzahn um die Kurve.“

AffeWenn jemand mit einem Affenzahn fährt oder einen Affenzahn draufhat, bedeutet dies, dass er mit hoher Geschwindigkeit unterwegs ist.

Manche Zeitungen schreiben es, manche Personen benutzen es, aber woher stammt eigentlich der Ausdruck „Affenzahn“?

Betrachtet man den Ausdruck „Affenzahn“ genau, so erkennt man die beiden Wörter „Affe“ und „Zahn“. Sicherlich haben die meisten schon einmal Affen im Zoo beobachtet und darüber gestaunt, wie geschickt und schnell sie sich von Baum zu Baum bewegen.
Und wie kommt dann der Zahn ins Spiel?
Wahrscheinlich stammt die Redewendung „einen Zahn zulegen“ aus dem Mittelalter. Früher hat man über offenem Feuer gekocht. Der Topf wurde mit einer Kette an verschiedenen Haken (Zähnen) befestigt. Wenn das Essen schneller fertig sein sollte, hängte man den Topf einen Haken (Zahn) weiter nach unten. Man legte also wortwörtlich einen Zahn zu. Andere Erklärungen sehen einen Zusammenhang mit Maschinen und Zahnrädern oder ersten Autos.

Affenzahn verbindet also zwei Begriffe, die mit Geschwindigkeit zu tun haben.

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Stilblüten, Teil 14

Posted by hilkoimsprachzentrum - 16. September 2014

Hier kommen mal wieder ein paar lustige Dinge aus meinem Unterricht. Viel Spaß damit!

Spesen – ist das der Plural von Spaß?” (ein Schüler aus Großbritannien)

Der gleiche Schüler beim Vorlesen: “Die schwierige Mutter” (statt die Schwiegermuter)

Ist das ein Todeskoffer? (ein Schüler aus der Schweiz, der einen Sarg auf einem Bild entdeckt hat)

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Wo treffen sich Schluckspecht und Schnapsdrossel?

Posted by nadine1imsprachzentrum - 10. September 2014

specht

Specht

„Du trinkst ja schon wieder ein Bier. Du bist ein Schluckspecht!“

„Und du? Du bist eine Schnapsdrossel.“

Wer kennt sie nicht? Schnapsdrossel und Schluckspecht sind Personen, denen man häufig in Kneipen oder Bars begegnet. Die beiden Begriffe bezeichnen Personen, die gerne und viel Alkohol trinken.

Doch woher stammen diese Begriffe eigentlich? Was haben Specht und Drossel mit Alkohol zu tun?

Es gibt viele verschiedene Arten von Spechten. Manche Arten schlagen mit ihren Schnäbeln Löcher in die Rinde von Bäumen. Danach trinken sie den Saft der Rinde. Sie sind demzufolge wortwörtlich Schluckspechte.

Die Schnapsdrossel dagegen hat nichts mit dem Vogel Drossel zu tun. Früher hat man die Kehle oft auch als Drossel bezeichnet. Heute erkennt man dies beispielsweise noch beim Verb erdrosseln ( = erwürgen).

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Wohin fliegt eigentlich der Pechvogel?

Posted by nadine1imsprachzentrum - 4. September 2014

„Oh nein, schon wieder verloren. Ich bin ein richtiger Pechvogel.“

Eine Person, die kein Glück hat, nennt man Pechvogel. Er ist ein bekanntes Phänomen. Doch woher kommt dieser Begriff eigentlich?

Sieht man sich das Wort genau an, so erkennt man die Wörter „Pech“ und „Vogel“. Pech ist eine schwarze, klebrige Flüssigkeit. Aber Pechvogel? Früher hat man oft Pech auf die Äste von Bäumen gestrichen, um Vögel zu fangen. Ist dann ein Vogel auf den Ast geflogen, ist das Pech in den Federn kleben geblieben und er konnte nicht mehr fliegen. Hier ist also eine Verbindung von Vogel und Pech zu erkennen. Im 18. Jahrhundert haben Studenten dann den Begriff „Pechvogel“ für Personen, die kein Glück haben, verwendet. Heute sehen viele Personen Pech als etwas Negatives und als Gegenteil von Glück. Viele kennen das Märchen von „Goldmarie und Pechmarie“ und sehen schwarze Vögel wie z.B. Raben als Unglücksbringer.

Ein Pechvogel ist also das Gegenteil von einem Glückspilz.

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