Deut(sch)lich

Deutsch lernen macht Spaß

Archiv für April 2009

Was ist denn ein Löwenzahn?

Verfasst von isabellimsprachzentrum am 29. April 2009

Der Zahn eines Löwen? Der Name eines Zahnarztes? Eine Krankheit? Ein Kuscheltier? Ein Bier?   Nein, das hier:

Wiese mit Löwenzahn

Wiese mit Löwenzahn

Im Moment gibt es auf den Wiesen viele, viele gelbe Blüten: den Löwenzahn, auch Kuhblume oder Pusteblume genannt. Eine fantastische Pflanze! So viele verschiedene Menschen – so viele verschiedenen Meinungen:

Gärtner: „Verdammtes Unkraut!“

Nachbar: „Willst du nicht mal den Rasenmäher benutzen?“

Kinder: „Wunderbare Blumen! Ich mache mir einen Kranz aus den Blüten!“

Nachkriegsfrauen:“Kaffee aus Löwenzahnwurzeln ist besser als keiner!“     (wie Zichorie) 

Hexen : „Eine heilkräftige Pflanze!“

Hausfrauen: „Oh, welch wunderbares Aroma des Löwenzahn-Gelees!“

Bürger „vor dem Euro“: „Auf dem 500 DM – Schein soll ja ein Löwenzahn sein – Zeig mal!“

Goethe: diese Pflanze hat eine „Spiraltendenz“

Albrecht Dürer: Ich zeichne ein schönes Bild davon!

kleine Mädchen: „Wie viele Jahre noch bis zur Hochzeit?“  (und pusten auf die Fallschirmchen)

andere kleine Mädchen:“ Wie viele Kinder werde ich haben?)   (und pusten auf die Fallschirmchen)

kleine Jungs: „Ich rupfe alle ab und beschmeiße dich!“

Deutschlehrerin: „Was will uns der Dichter damit sagen?“  (Hier gibt es als Pdf drei Gedichte: Löwenzahn)

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Kreative Dialoge

Verfasst von hilkoimsprachzentrum am 28. April 2009

Tafelbild

Tafelbild

Wenn man mit einer Gruppe von Teilnehmerinnen und Teilnehmern kreative Dialoge schreiben möchte, kann man ganz einfach Schreibanlässe herstellen. Man malt ein kleines Bild an die Tafel . Dann lässt man alle oder einige Leute nach vorne kommen und etwas dazu malen. In diesem Fall habe ich einfach einen Baum gemalt, und dann kamen noch ein Haus mit Garten, ein Fluss, eine Person mit einem Buch, drei Vögel, eine Sonne und eine riesenhafte Pflanze dazu. Dann bittet man die Lernerinnen und Lerner, einen Dialog zwischen irgendwelchen zwei Sachen auf dem Bild zu schreiben. Heute kam zum Beispiel das hier dabei heraus (in einem B2-Kurs):

Sonne: Hey, du, was ist mit dir los?
Pflanze: Nichts, ich wollte nur die ganze Welt von oben anschauen.
Sonne: Und wie gefällt sie dir?
Pflanze: Ich finde sie toll.
Sonne: Ich finde sie ziemlich langweilig…
Pflanze: Warum?
Sonne: Weil ich die Erde nur von oben anschaue, und ich will ganz gern einmal wie ein Fluss sein.
Pflanze: Ja, aber der Fluss kann auch gefährlich sein. Als ich klein war, war der Fluss so groß und hat mich fast mitgenommen…
Sonne: Ja, das tut mir Leid. Ich wollte nur wie der Fluss Kontakt mit der Erde haben. Ich will die Pflanzen, die Leute und die Fische fühlen, wie die mit mir spielen.

(Monika und Maynor)

Pflanze: Schau mal, Baum! Jetzt bin ich größer als du!
Baum: Das ist nur zufällig. Du kannst nicht lange leben. Ich bin schon 300 Jahre alt.
Pflanze: Aber jetzt bin ich nahe bei der Sonne. Und morgen gehe ich weiter, näher zum Himmel.
Baum: Bemerke, dass Eva immer bei mir sitzt, weil ich einen großen Schattenhabe. Und ich gebe auch frische Luft.
Pflanze: Das ist mir egal! Ich bin schöner und dünner.
Baum: Aber Pflanze, du hast noch nie Eva Märchen vorlesen hören. Du weißt nicht, wie schön das ist.
Pflanze: Ach so! Vielleicht hast du Recht, denn die Sonne hat noch nie mit mir gesprochen.
Baum: Dann komm her, um Eva zu hören!

(Melissa und Num)

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Dialog eines Ehepaares

Verfasst von isabellimsprachzentrum am 27. April 2009

Gespräch zwischen Mann und Frau vor der Hochzeit:


Er: „Na endlich, ich habe schon so lange gewartet!“
Sie: „Möchtest Du, dass ich gehe?
Er: „Nein! Wie kommst Du darauf? Schon die Vorstellung ist schrecklich für mich!“
Sie: „Liebst Du mich?“
Er: „Natürlich! Zu jeder Tages- und Nachtzeit!“
Sie: „Hast Du mich jemals betrogen?“
Er: „Nein! Niemals! Warum fragst Du?“
Sie: „Willst Du mich küssen?“
Er: „Ja, jedes Mal, wenn ich Gelegenheit dazu habe!“
Sie: „Würdest du mich jemals schlagen?“
Er: „Bist Du wahnsinnig? Du weißt doch, wie ich bin!“
Sie: „Kann ich Dir voll vertrauen?“
Er: „Ja.“
Sie: „Mein Schatz!“


Sieben Jahre nach der Hochzeit:

Text einfach nur von unten nach oben lesen!

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Märchen – Quiz

Verfasst von isabellimsprachzentrum am 24. April 2009

Ach wie gut, dass niemand weiß....

Ach wie gut, dass niemand weiß....

Die Märchen der Gebrüder Grimm sind auf der ganzen Welt bekannt. Aber kennst du sie auch so gut, dass du unsere Quizfragen beantworten kannst? Hier ist ein Märchen – Quiz für Kenner:  quiz  (und hier Märchen-Quiz als pdf) Damit es nicht ganz soooo schwierig ist, sind jeweils drei Antworten vorgegeben, natürlich ist nur eine Antwort richtig!  Die Lösung gibt es hier mal noch nicht gleich, aber auf Anfrage kommt sie sofort.

Wie heißen diese Märchen in deinem Land? 

Welches ist dein liebstes Märchen? 

 Möchtest du hier mehr über deutsche Märchen und die Gebrüder Grimm erfahren?

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Tun oder machen – das ist hier die Frage!

Verfasst von isabellimsprachzentrum am 23. April 2009

Was kann ich tun, wenn ich nicht weiß, ob ich tun oder machen benutzen soll? Macht das einen Unterschied? Na klar! Aber – warum wir manchmal das Verb tun und manchmal das Wort machen wählen, manchmal sogar beide passen? Ein weiteres Rätsel der deutschen Sprache! Obwohl: Es gibt ein paar feststehende Redewendungen, die man sich einprägen sollte. Machen wir doch ein paar Beispiele und lassen berühmte Menschen zu Wort kommen:

„Egal, wie weit der Weg ist, man muss den ersten Schritt tun!“ (Mao Tse-tung)

„Es gibt drei Arten, seine Zeit zu vertun: Nichts zu tun, es ungenau zu tun, oder im falschen Augenblick zu tun!“ (Voltaire)

„Hilf mir, es selbst zu tun!“ (Maria Montessori)

„Viele Menschen würden lieber sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es.“ (Bertrand Russell)

„Jeder Mensch macht Fehler. Das Kunststück liegt darin, sie dann zu machen, wenn keiner zuschaut!“ (Peter Ustinov)

„Man sollte eigentlich im Leben niemals die gleiche Dummheit zweimal machen, denn die Auswahl ist so groß!“  (Bertrand Russell)

Wilhelm Busch

Liebe sagt man schön und richtig

ist ein Ding, was äußerst  wichtig.

Nicht nur zieht man in Betracht,

was man selber damit macht.

Nein, man ist in solchen Sachen

auch gespannt, was andre machen.

 

Tun und machen verwenden wir natürlich als Verben, aber auch in Zusammensetzungen:  die Machenschaften der Großmacht, die Bekanntmachung der Abmachung, das Vermächtnis des Mutmachers, selbstgemachte Dickmacher, Vormachtstellung, Machbarkeit, Panikmache….    Es gibt auch sehr viele Personen, die etwas tun: Nichtstuer, Geheimnistuer, Wichtigtuer, Übeltäter  und Wohltäter!

Schickt uns doch eure Wörter, Beispiele, Sätze in den Kommentaren zu, wir sind neugierig, welche Wörter ihr findet!

Zum Üben gibt es hier ein Arbeitsblatt mit vielen Beispielsätzen: tun-machen  Und hier natürlich die Lösung: tun-machen-losung

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!

                                                                                                                                        

   

 

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Stilblüten, Teil 5

Verfasst von hilkoimsprachzentrum am 21. April 2009

Und hier noch mal zwei Stilblüten aus Hilkos Unterricht:

- Eine Kamerunerin beschrieb die Situation armer Leute in ihrer Heimat so: „Sie haben kein Geld, um ihre Kinder gesund zu essen.“

- In einem Hörtext erfuhren wir etwas über ehrenamtliches Engagement, zum Beispiel über eine Kinderärztin, die alle zwei Jahre für sechs Wochen im Ausland arbeitet. Danach fragte ich: „Was macht sie?“ Antwort: „In Kambodscha.“ Ich: „Ja, in Kambodscha, aber was macht sie da?“ Antwort: „Mit Kindern.“ Ich: „Ja, das ist auch richtig, sie arbeitet in Kambodscha mit Kindern, aber was macht sie mit den Kindern?“ Souveräne Antwort eines Kasachen: „Reparieren.“

Fortsetzung folgt.

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Wortschatzübungen für alle Stufen

Verfasst von hilkoimsprachzentrum am 20. April 2009

Um Wörter zu lernen, ist es vor allem wichtig, sie zu vernetzen. Wenn ihr ein neues deutsches Wort lernt, solltet ihr also nicht nur an eine Übersetzung in eure Muttersprache denken. Es ist besser, das Wort mit anderen deutschen Wörtern zu kombinieren, weil man es sich dann viel leichter merken kann.

Das kann man auf jeder Stufe des Deutschlernens machen, und man braucht auch gar nicht unbedingt einen Deutschlehrer oder eine Deutschlehrerin dafür. Hier sind ein paar Beispiele.

A1:
Nehmt ein neues Wort und schreibt für jeden Buchstaben ein Wort mit diesem Anfangsbuchstaben auf.

DANKE: du, Auto, nett, Kind, ein
RADIO: reisen, aber, Dienstag, in, oder

A2:
Jetzt versucht ihr, einen Satz aus den Wörtern zu bauen.

DANKE: du, Auto, nett, Kind, ein -> Du bist nett, weil du dem Kind ein Auto schenkst
RADIO: reisen, aber, Dienstag, in, oder -> Am Dienstag will ich in die Schweiz oder nach Österreich reisen, aber nicht mit dem Fahrrad.

B1:
Jetzt dürft ihr keine Wörter mehr einfügen, und die Wörter müssen in der richtigen Reihenfolge stehen.

DANKE: Der Affe nimmt keine Erdbeeren.
RADIO: Robert arbeitet doch im Opernhaus.

B2:
Nehmt einen deutschen Satz und versucht, für jedes Wort einen Satz zu bilden, der dieses Wort als letztes Wort enthält:

Der Affe nimmt keine Erdbeeren:
Mein Wagen ist nicht dieser, sondern der.
Im Zoo ist ein Affe.
Robert überlegt, welche Erdbeere er nimmt.
Eine Tafel Schokolade ist besser als keine.
Der Affe nimmt keine Erdbeeren.

C1:
Wie bei B1, aber jetzt mit Wörtern wie Donaudampfschiffahrtsgesellschaft;-)

Solche Übungen könnt ihr für euch selbst jederzeit zwischendurch machen, mit Stift und Zettel oder einfach nur im Kopf. Seid kreativ!

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Literatur zum Hören

Verfasst von isabellimsprachzentrum am 16. April 2009

Du brauchst ein paar Texte, um dein Hörverstehen zu trainieren? Und möchtest dabei auch noch deutsche Literatur kennen lernen? Hier ein Tipp für dich:   zehnseiten.de       . Dort  lesen Autoren  jeweils 10 Seiten, die sie selbst ausgewählt haben, aus ihren Büchern vor, dabei kann man ihnen auch zuschauen. Es gibt außerdem Infos zu den Büchern und zu den Autoren.  Eine sehr schöne Internetseite, und auch ganz tolle Bücher! Ich weiß schon, welche ich mir jetzt besorgen  werde….

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Deutsch mit Rezept

Verfasst von isabellimsprachzentrum am 15. April 2009

Es ist Bärlauchzeit! Diese Pflanze wächst in den Wäldern und jetzt ist die beste Zeit, sie zu sammeln! Tritt man beim Wandern auf diese Pflanzen am Waldboden, duftet es ganz intensiv und man weiß: Das Grüne ist Bärlauch!

Bärlauch im Wald

Bärlauch im Wald

Der lateinische Name des Bärlauchs ist Allium ursinum, er enthält Allicin, Vitamin C, Eisen, Zucker und andere Stoffe. Bärlauch wirkt antibiotisch, anregend und blutreinigend und hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit, Appetitlosigkeit und Verdauungsstörungen. Rundum gesund! Bärlauch kann man sehr gut an seinem Geruch erkennen: Wie Knoblauch! Und so schmeckt er auch. Aber: Der „Gestank“ nach dem Essen hält sich in Grenzen. Und hier ein Rezept für Bärlauchbutter:

 - Bärlauch sammeln, waschen und vorsichtig trockentupfen und in feine Streifen schneiden

- Butter in einer Schüssel mit der Gabel zerdrücken

- Gewürze dazu: etwas Salz, eine kleine Prise Zucker, ein paar Spritzer Zitronensaft, etwas Pfeffer

- eine Handvoll gesalzener Erdnüsse hacken und mit dem Bärlauch unter die Butter mischen

- in ein schönes Gefäß füllen und im Kühlschrank aufbewahren

Am allerbesten schmeckt Bärlauchbutter auf frischem Brot oder geröstetem Toast. Guten Appetit! (Ich kann leider kein Foto von der  Bärlauchbutter hier zeigen, denn kaum war sie fertig, haben wir sie schon aufgegessen. Es war die perfekte Beilage zu gegrillten Steaks, natürlich draußen im Garten gegessen!) 

 

Wortschatz – Erklärungen:

„Wertung“  durch Auswahl eines Wortes:   Geruch: neutral     Gestank:  negativ      Duft: positiv

tritt“: treten – trat – getreten ; mit den Füßen : den Ball treten (Fußball, nicht Handball);  Betreten verboten! ;  Darf ich eintreten? ; Dort werden die Menschenrechte mit Füßen getreten.

„blutreinigend“  : reinigt das Blut von Schadstoffen, macht es „sauber“

„Frühjahrsmüdigkeit“  – nach dem Winter hat der Körper alle seine Reserven aufgebraucht und muss wieder „aufgetankt“ werden – viele Menschen fühlen sich im Frühling/Frühjahr müde und schlapp, ohne Energie

„sich in Grenzen halten“ : es ist nicht so viel

Welche Wörter sind schwierig zu verstehen? Einfach fragen! Wir erklären gerne die Wörter in den Kommentaren!

                                                      

             

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Osterspaziergang

Verfasst von deutschlich am 14. April 2009

Der Osterspaziergang ist eine ganz alte Tradition, die wir bei TANDEM Göttingen auch pflegen.
Traditionell treffen sich Lehrer und Kursteilnehmer am Ostermontag zu einem Waldspaziergang. Diesen Spaziergang verbinden wir mit niveauübergreifendem Unterricht zu Themen wie „Ökosystem Wald“, „Osterbräuche“, Romantik“ und „Ostergedichte“. Natürlich darf Goethes Osterspaziergang („Faust“) auch nicht fehlen.

Hier das Gedicht zum Lesen: Osterspaziergang und hier das Gedicht zum Hören:

                                              

 

Der Lohn der Mühen, sowohl der Wanderung wie auch der sprachlichen Aufgaben, ist eine Einkehr im Restaurant der Burg „Plesse“. Von dort genießen wir den Blick aufs Leinetal und hören die gruselige Sage von dem in den Grundmauern eingemauerten Mädchen.

Restaurant Plesse

Restaurant Plesse

Den Rückweg nutzen wir um Bärlauch zu sammeln und daraus später eine würzige Butter oder einen Salat zu machen.

Bärlauch sammeln

Bärlauch sammeln

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