Deut(sch)lich – Deutsch lernen macht Spaß!

Das Blog des Sprachzentrums TANDEM Göttingen

Archiv für Mai 2009

Wörter suchen

Geschrieben von isabellimsprachzentrum am 10. Mai 2009

Eine kleine Übung zur Wiederholung der neuen Wörter? Für Niveaustufe A1? Das Wiedererkennen der Substantive ist hier das Ziel, die Wörter sind waagerecht und senkrecht versteckt und sollen markiert werden. Die ersten (drei) Minuten ohne die Liste (nach hinten knicken), dann nochmal (drei) Minuten mit Liste. Alle gefunden? Dann jetzt die Artikel dazu! Und Beispielsätze!

 Suchsel Substantive A1  

Solche Suchsel sind am Computer recht schnell zusammengestellt: Zuerst die gewünschten Wörter hineinschreiben (gut, etwas hin-und herprobieren muss man schon), dann mit irgendwelchen Buchstaben die freien Kästchen auffüllen – fertig. Gut auch für Partnerarbeit geeignet. (Vier Augen sehen mehr als zwei!)

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Filmprojekt: Die Anzeige (Teil 3)

Geschrieben von deutschlich am 8. Mai 2009

Gestern haben wir in der Kneipe die restlichen Szenen gefilmt. Nächste Woche werden wir sie dann am Computer zusammensetzen und die endgültige Version machen.  Es ist eine schöne, sehr kurze Seifenoper geworden.

Hier ein paar Meinungen der Teilnehmer/innen:

Wir haben zusammen einen Kurzfilm gemacht. Dafür haben wir mit viel Fantasie überlegt und geplant, aber am Ende mussten wir auch viel improvisieren. Und das war alles auf Deutsch! Es ist anstrengend, wenn man eine Szene sehr oft wiederholen muss, weil der Satzakzent nicht genau stimmte (manchmal waren wir mit uns selbst nicht zufrieden), aber durch diese Wiederholungen lernt man auch sehr gut.

Wir haben auch sehr viel gelacht, eigentlich die ganze Zeit. Besonders bei der Schauspielerei.

Der Satz des Tages: „Das war schon sehr gut, aber…“

Und so sah unsere Kontaktanzeige im Film aus

Und so sah unsere Kontaktanzeige im Film aus

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D wie Denkzettel

Geschrieben von isabellimsprachzentrum am 8. Mai 2009

1. Gestern haben wir einen Test geschrieben. Ich hatte keine Lust zu lernen und konnte deshalb nicht viel schreiben. Heute habe ich dann einen Denkzettel  bekommen – ich bin durchgefallen. Jetzt werde ich mehr lernen.

2. Dem Meier habe ich aber einen Denkzettel verpasst, der macht das so schnell nicht wieder!

3. Die Parteien haben bei der letzten Wahl einen Denkzettel bekommen: Die Wahlbeteiligung lag nur bei 34 %.

Einen Denkzettel bekommen? Einen Denkzettel verpassen?

Kompositum: Verb + Nomen  : denken + Zettel (ohne Fugenelement)

Bedeutung: (2.) (3.) eine Strafe, die eine Person zum Nachdenken bringen soll; (1.) (3.) eine unangenehme Erfahrung, die als Lehre dient; (2.) jemanden so strafen, dass er noch lange daran denkt und aus der Strafe lernt; (2) Vergeltung üben, sich rächen, mit jemandem abrechen, sich revanchieren

Synonyme: die Strafe, die Erinnerung, der Tadel, die Bestrafung, die Belehrung, die Abreibung, die Lehre, die Lektion

Mit dem Verb denken ( dachte – gedacht ) können noch viele weitere Substantive gebildet werden:  der Denkanstoß, der Denker, der Denkfehler, die Denkerstirn, das Denkmal, das Denkmodell, das Denkvermögen, die Denksportaufgabe, die Denkschrift, das Gedächtnis, die Gedächtnisstütze, der Gedächtnisschwund…

Als Gedächtnisstütze und auch als Denkanstoß zwei Denksätze zum Denken und Sprechen:

Denke nie gedacht zu haben, denn das Denken der Gedanken ist gedankenloses Denken!

Wenn du denkst, dass du denkst, dann denkst du nur, du denkst!

Und wenn ihr diese Sätze auf Zettel schreibt, um sie zu lernen oder um sich an sie zu erinnern, dann sind das auch Denkzettel. Oder Notizzettel.

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C wie Café

Geschrieben von isabellimsprachzentrum am 6. Mai 2009

Café ist doch kein deutsches Wort! Ja, aber… Es besteht die Notwendigkeit, zwischen Café und Kaffee zu unterscheiden! Wir gehen ins Café, sitzen im Eiscafé oder treffen uns mit (auch virtuellen) Freunden im Internet-Café. Ein Café ist also ein Ort. Berühmte Cafés sind zum Beispiel Ricks Café oder das Hard Rock Café. „Paris ist das Café Europas.“ sagte Abbe Ferdinando Guliani. Und Herrman Kestens sagte (oder schrieb): „Café = Das Wartezimmer der Poesie“  Denn in einem Café traf man sich, sprach miteinander, tauschte Neuigkeiten aus oder man schrieb – Gedichte, Romane, Liebesbriefe, Harry Potter…  Die Post und das Zeitungswesen sollen in Cafés ihren Anfang genommen haben…

Und Kaffee? Den trinkt man! Ein guter Kaffee muss schwarz sein wie die Nacht, heiß wie die Liebe und so süß oder bitter wie das Leben, sagt ein arabisches Sprichwort.

Lustig sind die zusammengesetzten Substantive mit Kaffee: die Kaffeeernte, der Kaffeeersatz, der Kaffeeexport und der Kaffeeextrakt.

Bei einem Kaffeeklatsch übrigens sitzt man gemeinsam bei einer Tasse Kaffee und spricht über alles und jeden, am liebsten jedoch über die Nachbarschaft und diejenigen, die nicht anwesend sind. Dabei braucht man nicht in einem Café zu sitzen, sondern gerne zu Hause oder auch im Büro.

Also noch einmal:

das Café  ist ein Ort               (oder auch  Kaffeehaus – Wien hat wohl die schönsten)

der Kaffee ist ein Getränk     (gibt es auch in allerlei Schreibweisen)

Lasst euch nicht verwirren von den vielen Schreib-Varianten, auf den Schildern werden gerne die deutsche, englische und französische Schreibweise vermischt – es herrscht wohl große Unklarheit!  Mein Lieblingskaffee ist: Cafe TOGO. Was ist das wohl?

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Filmprojekt „Die Anzeige“ (Teil 2)

Geschrieben von deutschlich am 6. Mai 2009

Heute haben wir die ersten Szenen abgedreht und zusammengeschnitten. Es war eine sehr lustige Atmosphäre. Wir haben im Sprachzentrum ein „Wohnzimmer“ aufgebaut, wo sich unsere drei weiblichen Hauptpersonen getroffen haben. Um die ersten zwei Minuten des Filmes zu produzieren, haben wir ungefähr eine Stunde gearbeitet, denn viele Szenen mussten wir sehr oft drehen, bis alles perfekt war. Das ist ziemlich schnell!

Im Wohnzimmer

Im "Wohnzimmer"

Morgen werden wir in einer Kneipe in der Nähe den zweiten Teil drehen. Wir freuen uns schon sehr darauf. Leider mussten wir einige Dialoge noch einmal ändern, weil eine Teilnehmerin ausgefallen ist.  Aber es ist sowieso normal, ein Drehbuch öfter abzuändern.

Wie es in der Kneipe gelaufen ist, berichten wir dann bald.

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B wie „Bieten, bitte!“

Geschrieben von hilkoimsprachzentrum am 5. Mai 2009

Manche Wörter sind hauptsächlich deshalb schwierig, weil sie so leicht mit anderen Wörtern verwechselt werden können. Das passiert zum Beispiel oft mit den vier Verben bitten, bieten, beten und betten.

Bitten ist wahrscheinlich das bekannteste Wort davon. Einfach so: „Bitte!“ „Danke!“, oder auch im ganzen Satz: Herr Müller von der Firma Meier bittet um einen Rückruf! Also: Ich möchte etwas haben und frage höflich danach.

Bieten dagegen heißt: Ich sage, dass ich etwas geben kann. Zum Beispiel bei einer Auktion:  „Ich biete 50 Euro für diesen alten Blumentopf!“ „60!“ „70!“ „100!“ (und so weiter). Aber auch: Es bot sich ein schrecklicher Anblick – das heißt, man konnte etwas Schreckliches sehen.

Beten steht normalerweise in einem religiösen Kontext: Ich bete für Frieden auf der Welt. Das ist sozusagen eine Bitte an eine höhere Instanz. Wir benutzen es aber auch für alltägliche starke Bitten, die sich nicht konkret an eine bestimmte Person richten.

(Sich) betten schließlich kommt eher selten vor. Es heißt „sich hinlegen“. Wir benutzen es fast nur noch im Sprichwort Wie man sich bettet, so liegt man (man muss die Konsequenzen seiner Handlungen tragen).

Bitten und Bieten sind unregelmäßige Verben, beten und betten sind regelmäßig:

  • bitten – bat – gebeten
  • bieten – bot – geboten
  • beten – betete – gebetet
  • betten – bettete –gebettet

Alles klar? Hier ein paar Beispielsätze – welche Verben in welchen Formen fehlen?
Ich war nicht nett zu meiner Freundin – ich hoffe, sie ___________ mir eine zweite Chance.
Ich hatte dich doch _____________, dein Zimmer aufzuräumen!
Ich__________, dass es heute keinen Regen gibt, wenn ich an den Strand fahre!

Wenn ihr mit diesen Beispielsätzen nicht weiterkommt, solltet ihr vielleicht beten, dass ihr es doch noch versteht. Oder ihr bittet uns um Hilfe – wir bieten sie euch gern.

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Neues Filmprojekt im Sprachzentrum

Geschrieben von hilkoimsprachzentrum am 5. Mai 2009

In dieser Woche werden wir im Sprachzentrum wieder einen kleinen Film produzieren. Der Arbeitstitel ist „Die Anzeige“. Nachdem wir gestern die Grundidee entwickelt hatten, haben wir heute die Dialoge und sonstigen benötigten Texte geschrieben, die Rollen verteilt und ein bisschen einstudiert. Morgen wollen wir die ersten Szenen im Sprachzentrum filmen. Die Außenaufnahmen folgen am Donnerstag.

Wir werden euch hier im Blog auf dem Laufenden halten. Hier schon einmal eine erste Kostprobe:

Die Anzeige:

Natalie, 22, blond, hübsch, liebevoll und geduldig, sucht attraktiven, großen, sportlichen Mann (20 bis 35 Jahre alt) mit roten Haaren und blauen Augen. Wenn du romantische Reisen magst und humorvoll bist, dann antworte mir schnell (nataliesuchtgrosseliebe@yahoo.de).

Die Antwort:

Liebe Natalie,

ich heiße Maynor und ich habe deine schöne Anzeige gelesen. Du hast den richtigen Mann gefunden – das bin ich. Ich würde dich gern in einem romantischen Restaurant treffen…

Wie es weitergeht, erfahrt ihr morgen.

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A wie aller

Geschrieben von isabellimsprachzentrum am 4. Mai 2009

Aller Anfang ist schwer!  Diese deutsche Redensart ist in aller Munde, aber, was in aller Welt bedeutet das Wort aller? Und wann und wie benutzt man es? Zum Beispiel, um Statistiken zu erläutern:

90 % aller Fehler sitzen vor der Tastatur.

Die Ehe ist die Hauptursache aller Scheidungen.

85 % aller Frauen finden ihren Arsch zu dick; 10 % aller Frauen finden ihren Arsch zu klein; 5 % aller Frauen finden ihren Arsch so, wie er ist, OK und sind froh, dass sie ihn geheiratet haben!    (Ich entschuldige mich in aller Form für das Wort Arsch – es sollte Hintern, Popo, Hinterteil, Popser oder Gesäß heißen, allerdings funktioniert dann der Witz nicht!)

Nun erstmal zur Grammatik: Das Indefinitpronomen all, alle bezeichnet eine Gesamtheit/eine Gesamtmenge.

unflektiert: Durch all den Grammatik – Stress wurde ich krank. Das verdanke ich all denen, die die Grammatik erfunden haben.

flektiert:

maskulin             feminin                  neutrum             Plural

Nominativ          aller alle                        alles                      alle

Genitiv                 alles/allen           aller alles/allen           aller

Dativ                     allem                    aller allem                    allen

Akkusativ            allen                      alle                        alles                      alle

Präfix aller + Adverb: (Verstärkung des Superlativs) allerbestens, allerfrühestens, allerwenigstens, allerhöchstens, allerspätestens

Präfix aller + Adjektiv: (Verstärkung des Superlativs) allerbeste, allerallerbeste, allerschönste, allerletzte, allererste, allerallererste

Und hier noch ein paar abgeleitete Wörter: allabendlich, allbekannt, allermeist, allerdings, alljährlich, Alleskleber, Allmächtiger, Allradantrieb, Allwetterkleidung, Allerlei, allwissend, allzuoft …

Redewendungen: Aller guten Dinge sind drei. (sagt man, wenn etwas erst beim dritten Anlauf klappt); Es ist noch nicht aller Tage Abend.(Es ist noch nicht entschieden) ; in aller Stille (heimlich, ohne Öffentlichkeit) ; bei aller Liebe (trotz allem); unter aller Sau (sehr, sehr schlecht) ; in aller Frühe (sehr, sehr früh); vor aller Augen (in der Öffentlichkeit, alle sehen es); das Maß aller Dinge (Maßstab, Messlatte, Richtschnur); in aller Munde sein ( aktuelles Thema)

Zitate:

„Frauen sind der natürliche Feind aller Geheimnisse.“ (Erhardt Blanck)

„Die Zahl ist das Wesen aller Dinge.“ (Pythagoras)

„Die Medizin ist die vornehmste aller Wissenschaften.“ (Hippokrates)

„Denken ist der Schlüssel aller Schätze.“ (Honoré de Balzac)

„Proletarier aller Länder vereinigt euch!“ (Karl Marx)

„Nenne den größten aller Erfinder: Es ist der Zufall.“ (Mark Twain)

„Müßiggang ist aller Laster Anfang“ (Sprichwort)

Und zu allerletzt gibt es als PDF noch drei Gedichte, in denen das Wort aller vorkommt: gedichte-mit-aller

(Denn aller guten Dinge sind drei!)

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Wort für Wort, von A bis Z

Geschrieben von isabellimsprachzentrum am 4. Mai 2009

Wir wollen hier eine kleine Reihe starten und über deutsche Wörter schreiben. Komische, seltsame, ungewöhnliche, schwierige, alte, neue, merkwürdige, kleine, lange, lustige, nicht-so-gut-übersetzbare, unbekannte, alltägliche, typische, deutsche Wörter. Wir beginnen mit dem Buchstaben A und werden versuchen, zu jedem Buchstaben des Alphabets euch so ein Wort vorzustellen. So bekommen wir eine kleine Liste, eine eigene, kleine Sammlung der Grammatik, der Wortbedeutungen, von Zitaten, Sprichwörtern, Redensarten, Gedichten und auch Witzen.

Wir laden euch ein, mitzuarbeiten! Schickt uns eure Wunsch-Wörter, eure Ideen und Anregungen! Von A bis Zett!

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