Wer dekliniert!?
Verfasst von isabellimsprachzentrum am 5. Juni 2009
Zum Glück gibt es im Deutschen nur vier Fälle, die wir beachten müssen! Das ist auch genug! Ein Beispiel? Na klar, aber nehmen wir ein kleines Wort, nicht so kompliziert: wer
1. Fall Nominativ wer Wer macht gerne Grammatik – Übungen?
2. Fall Genitiv wessen Wessen Fahrrad steht auf meinem Parkplatz?
3. Fall Dativ wem Wem habe ich mein Wörterbuch geliehen?
4. Fall Akkusativ wen Wen liebst du?
Wer möchte übersetzen? Brauchen wir nicht! Merken: wer fragt nach Personen (Fragewort) Und wenn ein Verb oder eine Präposition gerne einen bestimmten Fall haben möchte, müssen wir wer deklinieren!
Es gibt ein wunderbares Gedicht von Christian Morgenstern: „Der Werwolf“, in dem ein Wolf zu einem Lehrer kommt, weil er gerne dekliniert werden möchte. Wer es lesen möchte, findet es hier als PDF: Der Werwolf
Und wer möchte jetzt ein paar Beispiele?
„Wer fragt, ist ein Narr für fünf Minuten. Wer nicht fragt, bleibt ein Narr für immer.“ (aus China)
„Wer viel fragt, weiß viel!“ (unbekannt)
„Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät?“ (Pink Panther)
„Wessen Kleidung nicht in Ordnung ist, dessen Charakter ist es auch nicht.“ (Herrmann Heiberg)
„Wenn ein Mann erzählt, er sei durch harte Arbeit reich geworden, frage ich ihn, durch wessen Arbeit.“ (Donald R.P. Marquis)
„Ein Gedicht ist nur so lange gut, bis man weiß, von wem es ist.“ (Karl Kraus)
„Helfen, ohne zu fragen wem!“ (Henri Dunant, Gründer des Roten Kreuz)
„Wem nützt es? (Cui bono?) (Ciciero)
„Oft trifft man wen, der Bilder malt, viel seltener wen, der sie bezahlt!“ (Wilhelm Busch)
„Nicht die Schönheit entscheidet, wen wir lieben, sondern die Liebe entscheidet, wen wir schön finden.“ (unbekannt)
„Das hat man doch nicht in seiner Hand, in wen man sich verliebt“ (Henrik Ibsen)