Deut(sch)lich

Deutsch lernen macht Spaß

Archiv für August 2009

Was ist ein Sprachpanscher?

Verfasst von hilkoimsprachzentrum am 31. August 2009

Das Verb panschen bedeutet, dass jemand etwas vermischt, und zwar mit etwas von geringerer Qualität. Bekannt sind Geschichten von Weinpanschern, die zum Beispiel Wein mit Zucker oder Wasser vermischen, damit er billiger wird. Aber was ist ein Sprachpanscher?

Seit 1997 vergibt der Verein Deutsche Sprache einen „Preis“ für den Sprachpanscher des Jahres. Den Preis bekommt jemand, der massenweise englische oder pseudo-englische Wörter in die deutsche Sprache mischt. Dieses Jahr hat es den Deutschen Turnerbund erwischt, der Wörter wie Slacklining, Gymmotion, Speedjumping oder Speedminton erfunden hat (nein, ich habe auch keine Ahnung, was das sein soll – vielleicht Sportarten?).

Man sollte vielleicht dazusagen, dass es nicht grundsätzlich schlimm ist, wenn Wörter aus einer fremden Sprache in eine andere hineinkommen. Das gab es schon immer. Vor zweihundert Jahren war es zum Beispiel schick, viel Französisches zu benutzen. Heute ist es Englisch. Allerdings hat man wirklich oft den Eindruck, manche Leute würden es übertreiben, und am Ende verstehen es weder englische noch deutsche Muttersprachler. Zu den früheren Preisträgern gehören auch schon die Deutsche Bahn (zweimal), die Post und auch der Bürgermeister von Berlin.

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Lese-Tipp

Verfasst von isabellimsprachzentrum am 30. August 2009

Heute ein Tipp für Deutsch-Anfänger, die gerne ein Buch lesen möchten und nicht so richtig wissen, welches: Thomas Silvin „In Deutschland“. Vielleicht kennt ihr den Namen des Autors schon, im Hueber-Verlag sind einige seiner Lese-Novelas erschienen: „Anna, Berlin“, „Juli, Köln“, “Tina, Hamburg“… und es gibt auch Hörbücher. Thomas Silvin ist Lehrer (Deutsch als Fremdsprache) an der Tandem-Schule in Köln. Sein neuestes Buch heißt also „In Deutschland“ und ist eine eigentlich eine Liebesgeschichte , aber „nebenbei“ kann man ganz viel über Deutschland erfahren. Hier könnt ihr zwei Rezensionen über dieses Buch von Lehrern der Tandem-Schule Göttingen lesen. (Das Buch ist nämlich auch für uns Lehrer interessant, da wir es im Unterricht benutzen können!) Wenn ihr das Buch gelesen habt, schickt uns doch einen Kommentar mit eurer Meinung!
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Goethe hat Geburtstag!

Verfasst von deutschlich am 28. August 2009

in Weimar

in Weimar

Heute hat ein sehr bedeutender Mann Geburtstag. Johann Wolfgang von Goethe feiert seinen 260. Geburtstag. Natürlich feiert er ihn nicht selbst. Aber es gibt heute viele Feiern, bei denen an ihn gedacht wird – Gedenkfeiern. Es gibt Ausstellungen, Lesungen, Feierstunden, Medaillen werden überreicht und Festreden gehalten. Besonders in den Städten Frankfurt und Weimar, die eng mit Goethes Leben verbunden sind. Was wisst ihr über Goethe, sein Leben und sein Schaffen? Kennt ihr ihn überhaupt? Ich hoffe, ja! Er war ein wirklich sehr interessanter Mensch, und hat sehr vielfältig gearbeitet: Literatur, Anatomie, Bergbau, Verwaltung, Farbenlehre….. Sein „Spezialgebiet“ war die Liebe! Die schönsten Liebesgedichte verdanken wir ihm! Als PDF findet ihr hier ein Gedicht – das Gedicht: Willkommen und Abschied

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Textarbeit zur Prüfungsvorbereitung

Verfasst von isabellimsprachzentrum am 27. August 2009

In viele DaF- Prüfungen gibt es mindestens eine Aufgabe, bei der ein Text zu lesen ist und der Prüfling dann zwischen mehreren Antworten zu einer Frage wählen muss („multiple choice“). Das erfordert genaues Lesen und Verstehen des Textes, der Fragen und der Antworten, natürlich unter Zeitdruck. Wie kann man sich am besten vorbereiten? Üben, üben, üben – klar! Aber wie wär’s mal mit einer Übung „von der anderen Seite aus gesehen“?

Als erstes braucht man einen Text – kein Problem : Die Zeitungen, Lehrbücher und das Internet sind voll davon. Wähle aus, was dir interessant erscheint! (Was du schon immer wissen wolltest!)

Dann liest man den Text –  erstmal „überfliegen“, dann natürlich gründlich! (Das Wörterbuch sollte griffbereit liegen!) Wenn du das Gefühl hast, dass du alles verstehst, kommt die eigentliche Übung:

Schreibe 8 – 10 Fragen zum Text auf! (Die Antworten stehen im Text, du formulierst die Fragen!) Denke dir zwei weitere Antworten aus und schreibe sie zusammen mit der richtigen Antwort auf (a, b und c).

Wenn du wissen willst, ob du alles gut verstanden und geschrieben hast, gib Text und Fragen jemanden, der sich auch auf die Prüfung vorbereitet. So könnt ihr euch gegenseitig helfen! (Falls du dich ganz allein vorbereitest – schick deine Aufgaben an uns!)

Vorteile:  Ein Text wird sehr gründlich gelesen. Es ist viel schwieriger, Fragen zu stellen als zu beantworten. Man übt also das Schwierigere. Man „spielt“ mit den Antworten, indem man eine ähnliche Antwort wie die richtige „erfindet“. Dadurch bekommt man ein gutes Gefühl dafür, wie diese Prüfungsaufgabe funktioniert. Man beschäftigt sich mit den wesentlichen Aussagen eines Textes. Man wendet die Zielsprache kreativ an. Alle Grammatikkentnisse werden gebraucht, ohne Grammatik zu „machen“. Nachteile: Natürlich fällt einem diese Aufgabe zunächst erst mal sehr schwer. Man braucht eine „Testperson“, ob die Fragen und Antworten auch „schlüssig“ sind und funktionieren.

Hier findest du ein Beispiel. Der Text stammt aus aus einer Zeitung, die Fragen und Antworten haben Teilnehmer an einem B1/B2 Kurs geschrieben. Studie Grammatik

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Mein Lieblingsort

Verfasst von deutschlich am 26. August 2009

Eine gute schriftliche Übung ist, über einen Ort zu schreiben, an dem man sehr gerne ist. Was mache ich da? Warum gefällt mir dieser Ort? Wer ist noch dort? Wie sieht es dort aus? Wie riecht es? Wann bin ich an diesem Ort? Mit wem?  Man kann also nicht nur schreiben, wie der Ort heißt oder aussieht, sondern man muss auch begründen, warum gerade dieses der Lieblingsort ist. Hier könnt ihr ein paar Beispiele unserer Sommerkurs – Teilnehmer lesen (Niveau B1). Die Aufgabe war:

Was ist dein Lieblingsort in Göttingen und warum?
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Deutsch mit Witz

Verfasst von deutschlich am 25. August 2009

Ein Mann fährt am späten Nachmittag nach Hause, und er fährt über dem Tempolimit. Plötzlich bemerkt er im Rückspiegel ein Polizeiauto mit angeschaltetem Blaulicht. „Den häng‘  ich doch ab!” denkt er  und tritt aufs Gas. 130, 140, 150, 160, mit 170 kmh rasen beide Autos über die Landstraße. Schließlich, als sein Tacho die 200 überschreitet, gibt er auf und fährt rechts an den Straßenrand. Der Polizist kommt aus seinem Auto und geht zu dem Mann. Er beugt sich zu ihm herunter und sagt: „Hören Sie mal, ich hatte heute einen wirklich schlechten Tag und ich möchte einfach nach Hause. Wenn Sie mir eine gute Entschuldigung geben können, lasse ich Sie einfach weiterfahren.” Der Mann denkt einen Moment nach und sagt dann: „Vor drei Wochen ist meine Frau mit einem Polizisten durchgebrannt. Als ich Ihr Auto in meinem Rückspiegel sah, dachte ich, Sie wären dieser Polizist und wollten versuchen, sie mir zurückzubringen!”

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T wie trennbare Verben

Verfasst von isabellimsprachzentrum am 24. August 2009

Die deutsche Grammatik ist übersät von trennbaren Verben wie von den Blasen eines Ausschlags; und je weiter die zwei Teile auseinandergezogen sind, desto zufriedener ist der Urheber des Verbrechens mit seinem Werk.“ („The German grammar is blistered all over with seperable verbs; and the wider the two portions ofe one of them are spread apart, the better the author of the crime is pleased with his performance.“)

Mark Twain hat diesen Satz aufgeschrieben. Er war ein amerikanischer Schriftsteller, der Deutsch gelernt hat. Er hat gelernt und gelernt und immer weitergelernt, und dann hat er seine Erfahrungen niedergeschrieben in einem Aufsatz: „Die schreckliche deutsche Sprache“ („The Awful GermanLanguage“). Fängt man irgendwann an, diesen Aufsatz zu lesen, legt man das Buch nicht so schnell wieder weg. Die trennbaren Verben sind ein grammatisches Thema, welches nicht nur Mark Twain Schwierigkeiten bereitete. Wenn du weiterlernen möchtest, kannst du jetzt gleich anfangen, denn hier ist eine kleine Übersicht: Trennbare Verben

aufschreiben  – schrieb auf  – aufgeschrieben

weiterlernen  – lernte weiter  – weitergelernt

niederschreiben  – schrieb nieder -  niedergeschrieben

anfangen – fing an -  angefangen

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Lachst du mit mir oder über mich?

Verfasst von ninaimsprachzentrum am 21. August 2009

Da ist ein großer Unterschied, der nur mit Hilfe der Präposition zu verstehen ist. Ich lache über dich, wenn du gegen eine Laterne gelaufen bist oder eine leckere rote „Kirche“ essen wolltest (statt einer „Kirsche“). Du hast also einen Fehler gemacht oder dir ist etwas Lustiges passiert, was aber keine Absicht war. Lachen über jemanden oder etwas + AKK. Jemanden auslachen, wie man das dann auch nennen kann,  ist aber selten nett. Ich lache mit dir ist dagegen sehr freundlich und bedeutet, dass man zusammen lacht. Lachen mit jemanden + DAT.

Besonders gut erklären kann man die verschiedenen Bedeutungen der Präpositionen auch bei sich freuen. Bald habe ich  Geburtstag. Ich freue mich auf meinen Geburtstag. Endlich ist der Tag gekommen, heute habe ich Geburtstag. Jetzt freue ich mich über meine Geschenke. Sich freuen auf jemanden oder etwas + AKK, liegt noch in der Zukunft. Sich freuen über jemanden oder etwas + AKK, passiert jetzt in diesem Moment.

Eine weitere Übung zu den Verben mit Präpositionen findet ihr hier:

Welche Präposition passt

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Noch mehr Sprichwörter

Verfasst von deutschlich am 21. August 2009

In jeder Sprache gibt es schöne Sprichwörter  – und jeder benutzt sie bei passender Gelegenheit. Mit so einem kurzen Satz kann man ganz viel ausdrücken – aber das Sprichwort sollte auch richtig sein! Hier kommen zehn Sprichwörter, die nicht richtig zusammenpassen. Wie muss es richtig heißen?

Der dümmste Bauer                                                geht durch den Magen.

Die Liebe                                                                        beißen nicht.

Eine Hand                                                                           ist auch eine Antwort.

Ein Unglück                                                                        Schweigen ist Gold.

Es ist noch kein Meister                                                 ist der Einäugige König.

Früh übt sich,                                                                    vom Himmel gefallen.

Unter Blinden                                                                    wer ein Meister werden will.

Hunde, die bellen,                                                           hat die dicksten Kartoffeln.

Keine Antwort                                                                 kommt selten allein.

Reden ist Silber,                                                              wäscht die andere.

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Was macht eigentlich… Denisa?

Verfasst von hilkoimsprachzentrum am 20. August 2009

In unserer kleinen Reihe über ehemalige Schülerinnen und Schüler lassen wir heute Denisa zu Wort kommen:

„Hallo an alle ehemaligen oder zukünftigen Schüler/innen des Sprachzentrums!

Ich heiße Denisa, bin 21 Jahre alt und komme aus Prag (Hauptstadt der Tschechischen Republik). Ich habe letzten Sommer am Deutschkurs des Sprachzentrums Göttingen teilgenommen. Ich war in Hilkos Gruppe und das Lernen hat mir viel Spaß gemacht! Göttingen ist wunderschöne Stadt und die vier Wochen dort waren die besten Ferien, die ich jemals erlebt habe!

Ich möchte Euch etwas über mein Deutschlernen erzählen. Vor zwei Jahren konnte ich gar kein Deutsch sprechen! Aber dann bin ich zufällig auf Die Ärzte – eine Punkrockband aus Berlin – gestoßen, und sie haben mein Leben sehr viel beeinflusst. Ich wollte ihre lustigen Songtexte verstehen und auch die Sprache selbst hat mir sehr gefallen, also habe ich angefangen, sie zu lernen. Und das war die beste Entscheidung meines bisherigen Lebens! Mit jeder Sprache, die man lernt, öffnet sich für einen eine ganze neue Welt. Und die deutsche Welt gefällt mir sehr gut! Jetzt studiere ich die deutsche Sprache an der Uni und möchte sie in Zukunft auch unterrichten. Mit Hilfe der Musik natürlich! Musik hat mir bei meinem Lernen sehr geholfen. Nicht nur das Hören selbst, sondern auch das Lesen von Musikportalen und das Unterhalten mit anderen (deutschen) Fans im Internet. Also, mein Tipp fürs Lernen einer Fremdsprache lautet: Ein großes Hobby damit verbinden!

Als Die Ärzte letztes Jahr ein Konzert in Prag gegeben haben, hatte ich die tolle Möglichkeit, mit ihnen ein Interview zu machen und mich bei ihnen für die Anregung zu bedanken. Ihr könnt das Interview hier lesen:

prag-ist-anders.blogspot.com

Denisas Interview mit den Ärzten, Prag, 19. August 2008

Denisas Interview mit den Ärzten, Prag, 19. August 2008

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