Deut(sch)lich

Deutsch lernen macht Spaß

Archiv für die Kategorie ‘sprechen’

Mit Gedichten Deutsch lernen

Verfasst von deutschlich am 26. November 2009

So, so!

Vier Maurer saßen einst auf einem Dach.
Da sprach der erste: „Ach!“
Der zweite: „Wie ists möglich dann?“
Der dritte: „Daß das Dach halten kann!!!“
Der vierte: „Ist doch kein Träger dran!!!!!!“
Und mit einem Krach
Brach das Dach.

Dieses kleine Gedicht ist von Kurt Schwitters (1887 – 1948). Er war ein deutscher Dichter, Schriftsteller und Künstler. Auf Wikipedia kannst du dich über ihn informieren oder – noch besser – auf der Seite des Spengel-Museums Hannover. Dort kannst du auch noch mehr Autobiografisches von ihm lesen, wie zum Beispiel im Beitrag von gestern. Mit seinen Gedichten kann man wunderbar die Aussprache üben, denn erst gesprochen wirken sie richtig.

Wie gut kannst du das „ach“ sprechen? Es muss etwas hinten im Hals kratzen:

Dach – sprachAch! – Dach – Krach – brach – Dach

Zwei weitere Gedichte findest du hier als PDF: Kurt Schwitters Puppen und Kurt Schwitters Stotterer. Lies diese Gedichte unbedingt laut! Mehrmals!

Zum Thema Gedichte im Unterricht kannst du hier weiterlesen:

Gedichte müssen sich nicht immer reimen

Goethe hat Geburtstag

Die Rose

Wer dekliniert?

 

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Zungenbrecher, in einer Kneipe gefunden

Verfasst von isabellimsprachzentrum am 25. September 2009

Wochenende!

Wochenende!

 

Auf einer Speisekarte stehen normalerweise Speisen und Getränke, die man bestellen kann. Aber manchmal steht da noch viel mehr. Zum Beispiel diese Zungenbrecher. Wenn du wissen willst, wie viele Gläser Bier du noch trinken kannst: So viele, wie du die Sätze fehlerfrei und schnell sprechen kannst!

Früh fressen freche Frösche frische Früchte. Frische Früchte fressen freche Frösche früh.

Der dumme Dackel düst daher, doch dummerweise ist da Teer.

Der bullige Bär in Birnen beißt, der bärtige Bauer Burkhardt heißt.

Sechzig tschechische Chefchemiker scheuchen keusche chinesische Chirurginnen in seichte Löschteiche.

Ich kann nie wieder Bier trinken!

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Einen Vortrag halten

Verfasst von deutschlich am 5. September 2009

Frei zu einem Thema in einer Fremdsprache zu sprechen fällt vielen Lernern nicht leicht. In Prüfungen (Test-DaF) hat man auch nur wenig Zeit, sich vorzubereiten – besser, man trainiert schon lange vorher, frei zu sprechen. Am  besten gelingt das, wenn man mit seinem Lieblingsthema anfängt. 3 Minuten reden zu deinem Thema, beim nächsten Mal 5 Minuten, dann 8 Minuten. Wichtig: Feedback von den Zuhörern bekommen! Zuhörer sind überhaupt ganz wichtig, ein Vortrag oder eine Rede ohne Zuhörer ist nicht realistisch. Wenn du erst mal ohne Zuhörer üben möchtest, stell dich wenigstens vor einen großen Spiegel! Und nimm deinen Vortrag auf (iPod, Computer…), damit du dich selbst kontrollieren kannst (Stimme, Redefluss, Sätze…)! Normalerweise hält man einen Vortrag ja nicht ganz frei, sondern benutzt seinen vorbereiteten Stichwortzettel – und je nachdem, wie sicher man in der Fremdsprache ist, stehen dort wirklich nur Stichworte oder Wortgruppen oder sogar ganze Sätze. Bis hin zum fertig ausgearbeiteten Vortrag, den man dann mehr oder weniger auswendig lernt. Ein Beispiel für solch einen fertig ausgearbeiteten Vortrag findet ihr hier: „Filips berliner_mauer_text„. Filip(17)  aus Polen hat ihn aufgeschrieben, er muss in seiner Schule einen Vortrag mit dem Thema „Die Berliner Mauer“  halten. Er freut sich, wenn ihr kommentiert, wie ihr seinen Text findet!

Filip im Grenzlandmuseum

Filip im Grenzlandmuseum

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Redemittel im Unterricht

Verfasst von deutschlich am 10. August 2009

Möchtest du eine Praline?

Möchtest du eine Praline?

 ganz falsch: nichts sagen   -  falsch: „Häh?“   -   fast richtig: „“Was?“    – richtig: „Wie bitte?“   -  perfekt: „Kannst du das bitte noch einmal wiederholen?“

Wenn du nicht genau weißt, was du im Deutsch-Unterricht in welcher Situation am besten sagen kannst : Hier kommt eine kleine Hilfe!  Als PDF findest du eine kleine Liste der Redemittel im Unterricht (Niveau A1/A2) .  Redemittel im Unterricht

Natürlich gibt es noch viel mehr und andere Sätze, aber ich denke, für den Anfang reich genügen diese. Kleiner Tipp: Jeden Tag 2-3 Sätze aussuchen und immer wieder benutzen. (Am besten aber nicht die Sätze mit den vergessenen Hausaufgaben!)

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Oh Baum, ich liebe dich!

Verfasst von isabellimsprachzentrum am 6. August 2009

Heute haben wir im Wald Deutsch gelernt. Es ist ja Sommer, es ist heiß und da ist ein Spaziergang im Wald gerade richtig. Es gab aber trotzdem viele Gelegenheiten, Deutsch zu lernen, zu sprechen, zu benutzen und dabei ganz viel Spaß zu haben. Wie kann man zum Beispiel auf Deutsch seine Liebe erklären? Das war die Aufgabe: Wähle einen Baum und mache ihm eine Liebeserklärung!

Hej, du!

Hej, du!

Hier ein paar Beispiele:
Antonio: „Das ist eine Aufgabe für einen Italiener!“   Maynor: „Ich liebe dich! Du bist so schön! Aber warum bist du so groß?“  Nerea (umarmt den Baumstamm): Oh ich liebe dich so!“  Mario: „Ich habe dich geliebt. Jetzt liegst du hier. Ich lebe ohne dich besser.“
 
Ich hab' dich so geliebt!

Ich hab' dich so geliebt!

Und was noch? Wisst ihr noch, was ihr gesagt habt? Leider habe ich mir nicht alles gemerkt, weil ich so viel lachen musste!
Zum Weiterlernen kommt hier das vielleicht älteste deutsche Liebesgedicht, in „mittelhochdeutsch“
           

du bist min

ich bin din

des solt du gewis sin

du bist beslozzen in minem herzen

verlorn ist das sluezzelin

du muost immer drinne sin

 
 
 
 
 
 
 

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TestDaF-Tipps – MA 5

Verfasst von juergenimsprachzentrum am 14. Juli 2009

Die TestDaF-Prüfung ist ein so genannter standardisierter Test. Das bedeutet, man weiß ganz genau, welcher Typ Aufgabe einen an welcher Stelle erwartet. Vor allem Prüfungsteilnehmer, die den mündlichen Testteil fürchten, können sich dies aber zu Nutze machen und für die einzelnen Aufgaben ein Gerüst überlegen, an das sie dann nur noch die spezifischen Inhalte der gestellten Aufgabe anheften.

Ich möchte dies an der Aufgabe 5 des mündlichen Prüfungsteils verdeutlichen.

In dieser Aufgabe soll man einem Freund/Kommilitonen, der sich zwischen zwei Alternativen entscheiden muss, einen Rat geben.

Duzen ist hier auf jeden Fall die richtige Sprachebene und, da die Person in der Aufgabe auch immer mit Namen vorgestellt wird, sollte man sie auch ruhig mit Namen ansprechen.

Man sollte sich also einen schönen ersten Satz ausdenken und den so lange üben, bis man ihn flüssig und mit gelungener Satzmelodie aussprechen kann. Das macht auf jeden Fall schon mal einen positiven ersten Eindruck auf den Prüfer. (Der ist bekanntlich auch nur ein Mensch und unterliegt auch den Regeln der Psychologie.)

Der Anfang dieser Aufgabe könnte also lauten:

„Ja, Petra, da hast du völlig Recht. Ich kann gut verstehen, dass es schwierig für dich ist, da eine richtige Entscheidung zu treffen. Lass uns doch mal gemeinsam in aller Ruhe versuchen, die Vor- und Nachteile der beiden Alternativen zu analysieren.“

Damit hätten wir die ersten 15 Sekunden schon mal überstanden, ohne uns um das Thema der Aufgabe zu kümmern.

Jetzt müssen wir uns auch dem Inhalt der Aufgabe widmen. Aber auch da versuchen wir Satzstrukturen zu schaffen, die es uns erlauben, mit möglichst wenig Mühe die vorgegebenen Alternativen einzufügen.

„Wenn du dich für ‘Alternative A’ (z,B. Urlaub machen) entscheidest, dann hast du zwar den Vorteil, dass …( z.B. du gut erholt in die Prüfung gehst), aber du musst dir darüber klar sein, dass… (z.B. du eine Menge Deutsch vergisst, auch wenn du mit deinen Freunden Deutsch sprichst. Das Alltagsdeutsch im Urlaub ist doch anders als das sachlich wissenschaftliche, das in der Prüfung verlangt wird.)

Wenn du dich dagegen für ‘Alternative B’ (z.B. einen Vorbereitungskus für die TestDaF-Prüfung) entscheidest, musst du einerseits … (z.B. auf eine schöne Zeit mit deinen Freunden verzichten und außerdem auch noch eine Menge Geld ausgeben), andererseits … (z:B. gehst du gut vorbereitet und mit mehr Selbstvertrauen in die Prüfung und wirst sie dann auch leichter bestehen).“

Damit ist die eigentliche Arbeit getan. Die Argumente, über die ihr vorher drei Minuten lang nachdenken könnt, sind genannt. Was jetzt kommt, ist nur noch Schaulaufen. Ihr sollt nämlich einen Tipp geben und dafür benutzt man im Deutschen am besten einen wohlgesetzten Konjunktiv.

„Wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich mich auf jeden Fall für ‘Alternative A’ entscheiden. Natürlich hat ‘Alternative B’ auch Vorteile, die bedacht werden wollen, jedoch überwiegen für mich dort die Nachteile. Bei ‘Alternative A’ finde ich die Vorteile gewichtiger.“

Probiert diese Tipps doch mal an ein paar Aufgaben aus. Viel Erfolg!

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Zungenbrecher mit F

Verfasst von deutschlich am 2. Juli 2009

freche Frösche

freche Frösche

Früh fressen freche Frösche Früchte. Freche Frösche fressen früh Früchte.

Fischer Fritze fischte frische Fische. Frische Fische fischte Fischers Fritze.

Fünfzig flinke Füße flitzen. Flitzen fünfzig flinke Füße?

Fips frisst frisches Frischfleisch, Frisches Frischfleisch frisst Fips.

 

Fischer, die als Floßfahrer mit Flussflößen auf Floßflüssen fahren, sind fischende Floßflussflussfloßfahrer.

Flankenkicker Flick kickt flinke Flanken. Flinke Flanken kickt Flankenkicher Flick.

Fünf flinke Füchse fingen fünf fette, feiste Feldmäuse. Fünf fette, feiste Feldmäuse fingen fünf flinke Füchse. 

Flößers Vroni flog frohlockend vom frostigen Floß. Vom frostigen Floß flog frohlockend flößers Vroni.

Wenn hinter Fliegen Fliegen fliegen fliegen Fliegen Fliegen hinterher.

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Mal doch mal ein…

Verfasst von hilkoimsprachzentrum am 12. Juni 2009

Eine schöne Übung für Fortgeschrittene geht so: Ein Schüler denkt sich einen Gegenstand aus und muss diesen beschreiben, aber nur mit geometrischen Formen. Ein anderer Schüler stellt sich an die Tafel und malt nach der Beschreibung ein Bild. Wer erkennen kann, was auf dem Bild zu sehen ist, darf gleich raten. Noch schwieriger, aber auch viel lustiger, ist es, wenn dem Schüler, der das Bild beschreibt, die Augen verbunden werden.
Mit dieser Übung lernt man, etwas sehr genau zu beschreiben, und auch das Hörverstehen wird trainiert. Hier ist ein Beispiel von heute morgen – versucht mal, es zu malen!

Zuerst malt ihr ein Dreieck mit der Spitze nach oben.
Dann malt ihr ein zweites, gleich großes Dreieck direkt rechts daneben, aber ohne die untere Linie.
Die beiden oberen Spitzen der beiden Dreiecke verbindet ihr mit einer Linie.
Beim linken Dreieck müsst ihr jetzt die Linie, die von rechts unten nach links oben führt, oben noch ein kleines bisschen länger machen.
Oben auf diese kleine Verlängerung malt ihr eine kurze Linie von links nach rechts.
Auf die Spitze des rechten Dreiecks malt ihr einen kleinen Halbkreis, der nach links offen ist.
Jetzt müsst ihr zur linken unteren Ecke des linken Dreiecks gehen und einen großen Kreis drum herum malen (aber nicht so groß wie das Dreieck). Und noch einen Kreis um die rechte untere Ecke des rechten Dreiecks.

Fertig ist euer Bild! Und was habt ihr gemalt? Antworten bitte in die Kommentare (ein kleiner Hinweis: Es ist etwas, das typisch für Göttingen ist).

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