Deut(sch)lich – Deutsch lernen macht Spaß!

Das Blog des Sprachzentrums TANDEM Göttingen

Spiele im Sprachunterricht

Posted by hilkoimsprachzentrum - 5. Januar 2016

Ich habe neulich in einem anderen Blog einen längeren Artikel über den Einsatz von Spielen im Deutschunterricht geschrieben. Er richtet sich vor allem an Lehrerinnen und Lehrer, die vielleicht neue Ideen für den Unterricht suchen. Dabei geht es nicht um explizite Lernspiele, sondern um “normale” Spiele, die ich im Unterricht einsetze, um bestimmte Inhalte zu vermitteln.

Der Artikel besteht aus einer allgemeinen Einführung über Spiele im Sprachunterricht, danach stelle ich elf Spiele und ihre Einsatzmöglichkeiten vor. Ihr findet ihn hier.

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Viel Glück im neuen Jahr!

Posted by nadine1imsprachzentrum - 4. Januar 2016

Zu Silvester sind Glücksbringer ein beliebtes Mitbringsel für die Party – egal, ob vierblättriges Kleeblatt, Glückscent, Hufeisen, Glücksschwein oder eine Kombination aus mehreren Symbolen. Auch der MariNeues Bild (7)enkäfer soll Glück bringen. Aber warum ist dies so? Schon lange gilt der kleine Käfer mit Punkten auf dem Rücken als ein gutes Zeichen. Kommt er, so hilft er den Bauern, indem er Blattläuse frisst und somit einen Beitrag zu einer erfolgreichen Ernte liefert. Der Name Marienkäfer steht außerdem in Verbindung mit der Gottesmutter Maria. Es existiert der Glaube, dass sie den Käfer zur Unterstützung der Bevölkerung geschickt hat. Der Marienkäfer steht auch für Fleiß. Dabei ist es wichtig, einem Marienkäfer niemals vorsätzlich Schaden zuzufügen, beispielsweise indem man versucht, ihn zu verjagen, oder ihn gar zu töten. Man sagt, dass dies eher Pech bringen soll.

Hier also ein Marienkäfer für das neue Jahr: Alles Gute und viel Glück im Jahr 2016!

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Wann hast du das letzte Mal kalte Füße bekommen?

Posted by nadine1imsprachzentrum - 8. Dezember 2015

Neues Bild (15)Wer kennt das nicht? Im Winter schneit es und man bekommt kalte Füße. Allerdings kann der Ausdruck „kalte Füße bekommen“ auch eine andere Bedeutung haben. Wer Angst vor etwas hat und kneift, also im letzten Moment einen Rückzieher macht, bekommt redensartlich ebenfalls kalte Füße. Die Person sagt zum Beispiel einen Zahnarzt Termin ab oder sie setzt einen zuvor aufgestellten Plan nicht in die Tat um.

Doch woher kommt diese Redewendung?

Einerseits ist es möglich, dass Angst zu Durchblutungsstörungen führt. Dadurch hat man dann wortwörtlich kalte Füße. Eine andere Erklärung findet den Ursprung beim Glücksspiel. Früher war Glücksspiel verboten. Da natürlich trotzdem viele Menschen diesem Vergnügen nachgehen wollten, suchten sie nach einem geeigneten Plätzchen. Was gab es Besseres als einen dunklen Keller? Natürlich wurde dieser nicht beheizt. Wer nun beim Glücksspielen saß und dachte, dass ihm alles zu riskant wurde, verließ den Keller.
Grund: „Ich muss gehen, ich habe oder ich bekomme kalte Füße“.

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Lügen, Lügen, nichts als Lügen…

Posted by nadine1imsprachzentrum - 16. November 2015

Na, wann hast du das letzte Mal gelogen? Es existieren viele Redewendungen rund um das Thema Lügen:
Lügen, dass sich die Balken biegen, das Blaue vom Himmel herunter lügen, Lügen wie gedruckt und Lügen haben kurze Beine, um nur einige davon zu nennen.

Doch woher kommen sie?

Schauen wir uns zunächst mal die erste Redewendung Lügen, das sich die Balken biegen, an. Balken dienen beim Bau eines Hauses zur Stütze. Ohne Balken würde das Dach des Hauses zusammenfallen. Wie jeder weiß, ist lügen moralisch gesehen unrecht. Wer lügt, nimmt eine schwere Bürde oder Last auf sich. Diese Last, mNeues Bild (6)it der man nach seiner Lüge leben muss, die man tagein, tagaus tragen muss, kann so schwer sein wie die Balken, die das Dach stützen. Wenn aber dieser Balken bricht oder einen Schaden hat, droht die Gefahr des Einsturzes. Ähnlich ist es mit dem sinnbildlichen Balken des Lügens: Wenn man gelogen hat, verliert man das Vertrauen seiner Mitmenschen. Übrigens lässt sich dieses Redewendung bereits im Mittelalter finden.

Das Blaue des Himmels, um zu unserer nächsten Redewendung zu kommen, scheint für uns Menschen unerreichbar, fern und nicht greifbar. Neben diesen Bedeutungen scheint Blau auch oftmals für Täuschung zu stehen. Jemand, der das Blaue vom Himmel lügt, ist demnach sehr begabt darin. Ihm gelingt es sogar, die Menschen davon zu überzeugen, dass der Himmel gar nicht blau ist.

Oftmals kann man Menschen ansehen, dass sie lügen. Manche können einem nicht in die Augen schauen, andere zucken nervös oder überlegen zu lange. Somit können Lügner durch Beobachtung häufig entlarvt werden. Die Erfindung der Druckkunst im 15.Jahrhundert wurde deshalb zunächst skeptisch betrachtet. Gewissermaßen ohne Kontrolle sollte nun geglaubt werden, was auf dem Papier stand. Vor allem bei zwei kontroversen Meinungen, die aufeinander trafen, war man stets davon überzeugt, dass die andere Seite, die Unwahrheit sagt, also lügt wie gedruckt.

Kommen wir nun zu unserer letzten Redewendung. Eine Person mit kurzen Beinen kann nicht so lange laufen und nicht so schnell rennen. Demzufolge kann diese Person nicht weit kommen. Dies bedeutet: Eine Person, die lügt, kann nicht lange mit dieser Lüge weitermachen. Die Lüge wird schon bald ans Tageslicht kommen.

Was lernen wir daraus? Lügen lohnt sich meistens nicht. Man verliert mehr, als man gewinnt, denn:
Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er dann die Wahrheit spricht.

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Ein paar Redewendungen…

Posted by nadine1imsprachzentrum - 6. Oktober 2015

Unten siehst du ein paar Redewendungen. Aber weißt du auch, was sie bedeuten? Ordne sie ihren Bedeutungen zu!

1. dran sein                                             a. etwas ist gut überlegt, gut durchdacht

2. etwas hat Hand und Fuß                        b. alle Fragen beantworten oder sein Verhalten erklären müssen

3. nicht der Rede wert sein                       c. klug, intelligent, die Person weiß, wie sie sich helfen kann

4. nicht auf den Kopf gefallen sein             d. an der Reihe sein, z.B. bei einem Spiel

5. Rede und Antwort stehen                      e. selbstverständlich, ohne Bedeutung

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Wo trifft man Honigkuchenpferde?

Posted by nadine1imsprachzentrum - 30. September 2015

Eigentlich kann man Honigkuchenpferden in fast allen Haushalten begegnen. Honigkuchen ist eine Art Lebkuchen, wird demzufolge vermehrt zur Weihnachtszeit gegessen. Ihren Namen verdankt sie der wichtigen Zutat: Honig. Vor allem Kinder lieben diese Süßigkeit. Wie allgemein bekannt sein dürfte, gibt es Honig- oder Lebkuchen in verschiedenen Formen: sei es in der beliebten Herzform oder eben auch in Form eines Pferdes. Früher benutzte man Honigkuchen auch oft als Christbaumschmuck. Das Pferd symbolisierte außerdem Reichtum.

Wenn man  diese Leckerlei nun ein bisschen genauer betrachtet, so bemerkt man, dass das Maul des Pferdes (meist mittels einer Zuckerschrift) nach hinten weist. Dadurch entsteht der Eindruck, dass das Pferd lächelt. Man benutzt häufig den Ausdruck „Er grinst wie ein Honigkuchenpferd“. Dies kann man auf zweierlei Art und Weisen interpretieren: Einerseits kann dies bedeuten, dass diese Person sehr zufrieden ist und andererseits kann es auch eine negative Konnotation erhalten. Dies geschieht, wenn man den Honigkuchen unter dem Aspekt betrachtet, dass er gleich gegessen wird und trotzdem lacht, sich also in gewisser Weise darauf freut, verspeist zu werden. Es kann demzufolge auch darauf hindeuten, dass die grinsende Person ein wenig naiv und/oder dümmlich erscheint.

Also Vorsicht bei dieser Redewendung!

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Wann hast du das letzte Mal auf Wolke sieben geschwebt?

Posted by nadine1imsprachzentrum - 16. September 2015

Gestern habe ich mal wieder mit Sven gesprochen. Den hatte ich so lange nicht gesehen. Er schwebt im Neues Bild (5)Moment auf Wolke sieben. Ich hatte ihn fast nicht wieder erkannt. So kenne ich ihn gar nicht. Man benutzt den Ausdruck „im siebten Himmel schweben“, wenn man sehr glücklich ist. Meistens verbindet man dies mit dem Gefühl der Verliebtheit.
Doch woher kommt diese Redewendung?

Dafür gibt es verschiedene Erklärungen. Eine Möglichkeit sieht den Ursprung dafür beim griechischen Philosophen Aristoteles. Aristoteles hat den Himmel nicht als ein Ganzes gesehen, sondern er hat den Himmel in sieben verschiedene „Schichten“ eingeteilt. Der siebte Himmel war somit der letzte, die oberste Ebene. Danach kam das Nichts oder die Welt der Dinge, die man mit den Augen nicht wahrnehmen kann wie Gefühle oder die innigsten Wünsche. Auch in den verschiedenen Religionen wird oftmals vom siebten Himmel gesprochen. In der Bibel beispielsweise ist dies der Bereich, in dem Gott mit den Engeln lebt und im Talmud sind dort die höchsten Schätze wie Gerechtigkeit und Frieden zu finden. Insgesamt kann man feststellen, dass der siebte Himmel die höchste Ebene ist und daher die besten Emotionen dort zu finden sind. Wer demzufolge im siebten Himmel schwebt, empfindet ein Höchstgefühl. Diese Person fühlt sich richtig wohl und genießt ihr Leben.

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Wo leben Korinthenkacker und Erbsenzähler?

Posted by nadine1imsprachzentrum - 10. August 2015

Korinthenkacker oder auch Erbsenzähler sind Menschen, denen man fast überall begegnen kann. Beliebt sind sie meistens nicht. Aber warum? Was macht diese Menschen so unsympathisch? Beide Begriffe bezeichnen Menschen, die sehr pedantisch und kleinlich sind. Selbst auf kleinste Fehler oder Unaufmerksamkeiten müssen sie hinweisen. Außerdem wollen sie alles bis ins kleinste Detail regeln. Deshalb kann es vorkommen, dass sie rechthaberisch wirken. Doch woher kommen diese Begriffe?Neues Bild (3)

Korinthen sind kleine, getrocknete Trauben. Korinthenkacker sind so pedantische Menschen, dass sogar der Toilettengang strengstens geregelt ist. Nur kleinste “Korinthen” sind erlaubt. So wie beim Toilettengang zeigt sich der Mensch dann in allen Lebenssituationen.

Auch Erbsen sind sehr klein. Meistens kauft man Erbsen nach Gewicht. Allerdings gibt es auch Menschen, denen das nicht genug ist. Sie müssen die exakte Anzahl der Erbsen kennen, um zufrieden zu sein. Deshalb zählen sie dann beispielsweise, wie viele Erbsen ein Kilo sind. Neues Bild (4)Auch ein Autor eines Reiseführers soll Erbsen benutzt haben, um herauszufinden, wie viele Stufen der Mailänder Dom hat. Dazu bestieg er den Dom und legte alle 20 Stufen eine Erbse ab. Als er oben angekommen war, musste er die Anzahl der Erbsen mit 20 multiplizieren (den Rest addieren) und erhielt so die Anzahl der Stufen. Um sich selbst zu kontrollieren, hat er beim Abstieg folgende Strategie angewendet: Er hatte in der Hosentasche die Anzahl der Erbsen vom Aufstieg. Alle 20 Stufen nahm er nun eine der Erbsen aus der Hosentasche und steckte sie in die Westentasche. Sobald er unten ankam, konnte er kontrollieren, ob seine Hosentasche leer war. War dies der Fall, so hatte er beide Male die gleiche Stufenanzahl gezählt. Was er getan hätte, wenn er auf eine andere Zahl gekommen wäre, ist eine andere Frage…

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Wann hast du das letzte Mal den Faden verloren?

Posted by nadine1imsprachzentrum - 3. August 2015

Gestern musste ich ein Referat in Biologie halten. Antonia hat mir eine Frage gestellt. Da hab ich den Faden verloren…
Wer kennt das nicht? Man erzählt etwas, eine Person stellt eine Frage oder spricht dazwischen und schon hat man vergessen, was man gerade sagen wollte.

Doch woher kommt diese Redewendung?

Neues Bild (2)Eine mögliche Herleitung stammt aus der griechischen Mythologie. Der Königssohn Theseus reiste nach Kreta. Dort lebte ein Minotaurus, das heißt eine Gestalt halb Mensch, halb Stier. In regelmäßigen Abständen mussten dem Minotaurus Menschen als Opfer dargeboten werden. Deshalb wollte Theseus dem ganzen Spuk ein Ende bereiten, indem er den Minotaurus tötete. Allerdings lebte dieser in einem Labyrinth. Dies bedeutete, dass Theseus nicht nur den Minotaurus besiegen, sondern auch den Weg zu ihm und wieder zurück zum Eingang des Labyrinths finden musste. Als Theseus nun in Kreta ankam, verliebte er sich in die Königstocher Ariadne. Diese gab ihm den Tipp ein Wollknäuel mitzunehmen. Diesen sollte er am Eingang des Labyrinths befestigen und auf seinem Weg abrollen. Nachdem er den Minotaurus besiegt hatte, brauchte er also nur dem Faden zu folgen, um den Rückweg zu finden. Wenn er den Faden verloren hätte, hätte er sich im Labyrinth verirrt und den Rückweg nicht gefunden.

Eine andere Erklärung zieht eine Verbindung zum Spinnen. Dabei werden verschiedene feine Fasern wie z.B. Wolle miteinander verknüpft, um einen dickeren Garn herzustellen. Verliert man bei der Arbeit einen dieser Fäden aus der Hand, so muss man eine Pause machen und den verlorenen Faden wieder zurücknehmen.

Beide dieser Erklärungen erscheinen nachvollziehbar. Zum Glück gelingt es meistens den Faden wieder aufzunehmen bzw. zu finden und man kann seinen Vortrag fortsetzen.

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Deutsch und andere Sprachen – die Antwort

Posted by hilkoimsprachzentrum - 22. Juli 2015

Vor zwei Jahren hatten wir Euch mal dieses Video vorgestellt. Nun kursiert eine Antwort darauf im Netz, die den Humor umdreht. Seht selbst:

Welches findet Ihr lustiger?

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