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Wie im Schlaraffenland…

Posted by hilkoimsprachzentrum - 25. März 2011

„Wie im Schlaraffenland“ sagt man, wenn man meint, dass es alles gibt, was man sich nur wünschen kann, besonders zu essen und zu trinken. Das Schlaraffenland ist eine jahrhundertealte Traumvorstellung. Wer nicht weiß, wie das Schlaraffenland aussieht, findet hier eine alte Beschreibung:

Das Märchen vom Schlaraffenland

Ich weiß ein Land, dahin mancher gern ziehen möchte, wenn er wüsste, wo es liegt. Dieses schöne Land heißt Schlaraffenland. Da sind Häuser gedeckt mit Eierkuchen, die Türen sind aus Lebkuchen und die Wände voll Schweinebraten. Um jedes Haus steht ein Zaun, der ist aus Bratwürsten geflochten. Aus allen Brunnen fließt süßer Wein und süßer Saft. Auf den Feldern und Wiesen, da wachsen frischgebackene Brötchen, und unter den Bäumen, da fließen Bäche aus Milch.

Die Fische schwimmen im Schlaraffenland oben auf dem Wasser. Sie sind auch schon gebacken oder gekocht und schwimmen ganz nahe am Ufer. Die Spanferkel laufen gebraten umher, das Messer steckt ihnen schon im Rücken, damit, wer will, sich ein frisches, saftiges Stück abschneiden kann. Käse liegt im Schlaraffenland wie Steine, groß und klein umher. Wenn es regnet, regnet es Honig. Und wenn es schneit, so schneit es Puderzucker, und wenn es hagelt, so hagelt es Würfelzucker. Das Geld kann man von den Bäumen wie gute Kastanien schütteln.

Dieses edle Land hat auch ein Jungbad. Alte und kranke Leute baden darin drei Tage oder vier, und sie werden gesund und jung und schmuck und sehen wie siebzehn oder achtzehn aus. Auch mancherlei Spaß und Unterhaltung gibt es in dem Schlaraffenland. Wer zu Hause kein Glück hat, der hat es dort bestimmt. Beim Spielen wird er immer gewinnen, beim Schießen wird er immer ins Schwarze treffen. Wer die Leute am besten necken und aufziehen kann, bekommt jedes Mal ein Goldstück.

Für die Schlafsäcke und Faulpelze, die bei uns durch ihre Faulheit arm werden und betteln gehen müssen, ist das Schlaraffenland gerade das richtige Land. Jede Stunde schlafen bringt dort ein Silberstück ein und jedes Mal gähnen ein Goldstück.

Nun wisst ihr, wie es im Schlaraffenland zugeht. Aber der Weg dahin ist weit für die Jungen und für die Alten, denen es im Winter zu heiß und im Sommer zu kalt ist. Noch dazu ist um das ganze Land herum eine berghohe Mauer aus Reisbrei. Wer hinein oder heraus will, muss sich da erst mal durchessen…

Hier findet Ihr ein Bild vom Schlaraffenland.

Was wäre für Euch ein Schlaraffenland? Was müsste es unbedingt geben? Auf was könntet Ihr gut verzichten?

(Vielen Dank an Helen, die die Idee zu diesem Artikel hatte)

Eine Antwort to “Wie im Schlaraffenland…”

  1. […] auf der Treppe Scherzfragen Karneval Deutsch lernen mit Witzen Wie im Schlaraffenland Studieren in Göttingen Ein Märchen lesen Eine perfekte Geschichte Fleißig wie eine Ameise Laut […]

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