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Das Blog des Sprachzentrums TANDEM Göttingen

Was ist das „ß“?

Posted by hilkoimsprachzentrum - 26. März 2013

Das deutsche Alphabet hat einen Buchstaben, der in keiner anderen Sprache vorkommt: das ß. Während man bei den Umlauten ä, ö und ü schnell vermutet, dass sie von a, o und u abstammen, kann man die Herkunft des ß nur erraten, wenn man die alten deutschen Schriften kennt. Dort hat man nämlich das kleine s innerhalb eines Wortes ſ geschrieben. Ein s am Ende eines Wortes hatte aber etwa die Form, die wir heute kennen, sodass am Ende eines Wortes die beiden Formen zusammen standen. Wenn Ihr Euch nun ſs anseht und die beiden Enden oben rechts verbindet, seid Ihr ungefähr beim ß.
Noch früher gab es eine Ligatur aus ſ und z, allerdings nicht mit unserem z, sondern mit einer anderen Form: ſʒ. Die ersten ß tauchen schon in einem Text von etwa 1300 auf.

Wichtiger ist für die meisten Deutschlernerinnen und Deutschlerner aber, wann man nun ss und wann man ß schreibt. Dafür gibt es seit der letzten deutschen Rechtschreibreform eine (fast) einfache Regel:
Nach einem kurzen Vokal schreibt man ss.
Nach einem langen Vokal oder einem Diphthong (au, ei, eu/äu) schreibt man ß.

Ganz ohne Probleme ist das allerdings auch nicht. Die beiden Wörter das und dass sprechen wir zum Beispiel gleich aus. Auch Deutsche machen hier oft Fehler. Und Ihr?

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