Deut(sch)lich – Deutsch lernen macht Spaß!

Das Blog des Sprachzentrums TANDEM Göttingen

Deutsch lernen vor 150 Jahren

Posted by hilkoimsprachzentrum - 10. Juni 2014

Vor 150 Jahren war es den meisten Menschen noch nicht möglich, weite Reisen zu unternehmen. Einige haben es natürlich auch schon gemacht: Johann Wolfgang von Goethe war schon von 1786 bis 1788 in Italien gewesen. Heinrich Heine reiste wenig später nach England, Frankreich und ebenfalls nach Italien. Doch sie waren Ausnahmen.
Der amerikanische Schriftsteller Mark Twain verbrachte fast zehn Jahre seines Lebens in Europa, darunter auch längere Zeit in Deutschland. Sein Vortrag „Die schreckliche deutsche Sprache“ („The Awful German Language„) beschreibt seine Schwierigkeiten, Deutsch zu lernen – das ist auch heute noch lustig zu lesen.
Auf der anderen Seite gab es auch Deutsche, die sich über die Versuche von Ausländern, Deutsch zu lernen, amüsierten. 1866 erschien in „Fliegende Blätter“ ein anonym verfasstes Gedicht namens „Der Ausländer“:

Bei Tische halte ich mich unter
Mit Künstlern und Studenten nur,
Glückt auch verun ein Witz mitunter,
So teilt man immer glimpflich ur.

Dann schlagen rat wir mit den Frauen,
Wohin wir fahren wall für heut‘,
So wandelnd lust durch Wies‘ und Auen,
Wir winden über stets die Zeit.

Wenn ich dann endlich bis zum Abend
Gebrochen rad nach Ihrem Wunsch,
Die deutsche Sprach‘, hab‘ ich erlabend
Noch hand zuletzt die Bowle Punsch.

Was ist das Lustige in diesem Text? Antworten bitte in den Kommentaren.

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