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Das Blog des Sprachzentrums TANDEM Göttingen

Na dann Hals- und Beinbruch

Posted by nadine1imsprachzentrum - 8. Juni 2015

Morgen habe ich TestDaf-Prüfung. Meine Lehrerin hat mir deshalb heute Hals- und Beinbruch gewünscht. Das verstehe ich nicht. Ich dachte, sie möchte, dass ich die Prüfung bestehe. Was möchte sie mir jetzt damit sagen? Soll ich mir heute Abend etwas brechen, sodass ich nicht zur Prüfung antreten kann?

Bein
Nein, da liegst du völlig falsch. Sie wünscht dir auf diese Art und Weise alles Gute und viel Erfolg für die Prüfung. Doch woher kommt dann diese Redewendung? Ihren Ursprung hat sie in der hebräischen Sprache. Dort wünscht man sich „hatzlacha uberakah“, was im Deutschen ungefähr Erfolg und Segen bedeutet. Im Jiddischen, der Sprache, die die meisten Juden sprechen, lautet dieser Spruch dann „hatslokhe u brokhe“. Das Deutsche scheint sich dann an diesen Worten orientiert zu haben und diese ins Deutsche übernommen zu haben. Außerdem existiert ein Aberglauben. Dieser sagt, dass bei positiven Wünschen genau das Gegenteil eintritt. Wünscht man sich nun etwas Positives, so wird dieses gewissermaßen durch die Worte vertrieben. Deshalb wünschen wir uns also auch Hals-und Beinbruch, um somit etwas Gutes zu erhalten.

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